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Wie Unternehmen mit B2B-Podcasts Kunden gewinnen

Michael Grubert, 26.08.19, 10:00

Laut einer aktuellen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hört jeder vierte Deutsche einmal im Monat einen Podcast. Im vergangenen Jahr noch waren es nur 14 Prozent. Eine ordentliche Steigerung also. Dabei ist nicht nur die Reichweite der Podcasts gestiegen, sondern auch deren Anzahl. Tägliche gibt es neue Formate. Kurzum Podcasts boomen und sind für sehr viele Menschen ein wichtiger Informations- und Unterhaltungskanal.

Corporate Podcasts: Chancen in der Nische

Ich habe bereits über Corporate Podcasts berichtet. Machen wir uns nichts vor: Ein Unternehmenspodcast wird keine riesige Reichweite erzielen. Allerdings kann er eine riesige Chance für kleine und mittlere Unternehmen im B2B-Umfeld sein und Ihnen helfen, die richtigen Personen anzusprechen und sie dauerhaft an Ihr Unternehmen zu binden.

Wie Unternehmen mit B2B-Podcasts Kunden gewinnen© Photo by CoWomen on Unsplash

Wie Sie Ihren Unternehmenspodcast starten

Holen Sie Ihre Experten aus dem eigenen Unternehmen an einen Tisch und erstellen Sie eine Themensammlung und eine festen Sendeplan. Das erleichtert die Organisation ungemein. Klären Sie folgende Fragen: Welche Themen sind Ihren Kunden wichtig? Auf welche Probleme stoßen Ihre Kunden? Welche Erfahrungen und Stories haben Sie zu berichten?

Nachdem Sie potenzielle Themen gefunden haben, stellt sich natürlich die Frage, wer sich hinter das Mikrophon setzt. Bestimmt haben Sie jemanden in der Firma, der gerne spricht, sich gut ausdrücken und Inhalte authentisch rüberbringen kann. Ich persönlich finde jene Podcasts interessanter, die eine Gesprächssituation haben. Daher empfehle ich Ihnen, mindestens zwei Personen einzusetzen. Zudem spielt es keine Rolle, ob die Gesprächspartner immer die gleichen sind oder rotieren. Wichtig ist vielmehr, dass Sie einen festen „Host“, also Gastgeber für den Podcast zu haben, um die Wiedererkennung und Hörerbindung zu erhöhen.

Was brauchen Sie für Ihren Podcast?

Wichtig ist auch die passende technische Infrastruktur. Überlegen Sie sich die Distribution des Podcasts: Soll dieser nur auf Ihrer Homepage zu finden sein? Oder wollen Sie Ihn (optimalerweise) über eine Podcast-Plattform zugänglich machen, beispielsweise bei Apple Podcasts oder Spotify.

Eine weitere Überlegung sollte sein: Wie und wo soll die Zielgruppe auf den Podcast aufmerksam werden? Welche Plattformen sind dabei sinnvoll? Und wo hält sich die Zielgruppe überhaupt auf?

Auf das physische Equipment werde ich in einem separaten Blogbeitrag noch genauer eingehen, aber so viel sei vorweggenommen: Podcasts sind weder finanziell noch technisch aufwendig. Sie brauchen also kein eigenes Tonstudio ;-).

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Bevor es losgeht

Bei Radiomoderatoren ist es üblich, dass sie eine definierte Rolle haben. Dabei ist eine Frage elementar: Welche persönlichen Informationen möchte ich mit meinen Hörern teilen? Diese Frage sollte sich der Podcast-Host vorher stellen. Prinzipiell sollten Sie im Podcast über alles sprechen können, dennoch kann es im Unternehmen sensible Themen geben, die nicht für die Öffentlichkeit geeignet sind. Daher ist es wichtig, im Vorfeld zusammen mit der Führungsebene eine „Blacklist“ mit Themen zu erstellen, die nicht im Podcast auftauchen sollen.

Starten Sie mit einer „Folge 0“

Bei allen gängigen digitalen (Beta-Versionen) und analogen Produkten (Prototypen) ist es üblich, mit einer Testversion zu starten. Das würde ich Ihnen auch empfehlen. Erstellen Sie zunächst eine „Folge 0“, in der Sie die Infrastruktur und die Abläufe innerhalb des Podcasts testen. Die fertige Version sollten Sie dann Testhörern zeigen, zum Beispiel Mitarbeitern und Kollegen, und sie um Feedback bitten. Gerade am Anfang ist jedes Feedback wertvoll, damit Sie Ihren Podcast optimieren können.

Fazit

Die Produktion eines Podcasts im B2B-Bereich erfordert Aufwand in der Planung, bietet Ihnen aber die Möglichkeit, hochwertige und authentische Inhalte zu produzieren – und somit neue Personen für Ihr Unternehmen zu begeistern.

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