Blog_Vero_EB2

Wie Sie von Google und Ihren Kunden besser gefunden werden

Eva Christina Boos, 02.10.18, 11:26

Wie Keywords helfen Ihre Online-Auffindbarkeit zu erhöhen

Die wichtigste Aufgabe lautet, dort aufzutauchen wo die (potentiellen) Kunden suchen. Denn wer online nicht gefunden wird, bei dem wird im digitalen Zeitalter auch nicht gekauft.

Durch das Internet können Menschen so gezielt an Informationen gelangen wie nie zuvor. Dank Suchmaschinen wie Google gelangen sie über die Eingabe von Suchbegriffen oder ganzer Fragestellungen zu einer Vielzahl von Seiten, die ihnen Lösungen in Form von Informationen oder Produkten anbieten. Sie können sich also direkt auf den Landingpages beraten lassen oder sofort in den Kaufprozess einsteigen.


 Der Online-Kaufprozess lässt sich grob im folgenden Modell darstellen:

Schaubild SEO

 

© fuart / shutterstock.com / Darstellung der Phasen des Online-Kaufprozesses

Ihr (potentieller) Kunde hat ein Problem, bei dem er Unterstützung in Form von Informationen oder Produkten benötigt, um es zu lösen. Über 80 Prozent aller Internet-Sitzungen beginnen mit dem Aufruf einer Suchmaschine. Dort werden von den Usern Suchbegriffe, sogenannte Schlüsselbegriffe bzw. Keywords im Suchfeld eingegeben. Diese werden z.B. von Google mit der eigenen Datenbank abgeglichen und die zu den Keywords, sowie die zum Themengebiet zugehörige Ergebnisse auf der Suchergebnisseite ausgegeben.

Die Websites, die weit oben im Ranking positioniert sind, haben die besten Chancen vom Kunden angeklickt zu werden. Ist der Kunde erstmal auf Ihrer Seite, müssen Sie ihn überzeugen, denn er hat schließlich die Möglichkeit mit ein paar Klicks Ihre Wettbewerber mit Ihnen zu vergleichen. Daher muss Ihre Seite überzeugen, so dass die gewünschte Transaktion (Download, Einkauf, etc.) durchgeführt wird. Auch hier gilt es sich wie im analogen Leben als kompetenter und zuverlässiger Partner zu präsentieren, um einen guten Eindruck beim Kunden zu hinterlassen. Schließlich soll er von Ihnen begeistern sein, damit er Sie im besten Fall weiterempfiehlt und eine positive Bewertung hinterlässt. Folgekäufe natürlich mit inbegriffen.

Sie stellen sich jetzt sicherlich die Frage, was Sie konkret tun können.

Kommunizieren Sie! Kommunikation funktioniert durch Sprache und im digitalen Bereich geschieht dies hauptsächlich mittels Keywords.

Den ersten Kontakt hat der Kunde mit der Suchmaschine (da Google in Deutschland so gut wie eine Monopolstellung hat, sei hier Google stellvertretend für den Begriff Suchmaschine genannt). Er gibt sein Anliegen mittels Keywords bei Google bekannt. Google wiederum interpretiert diese und gibt über die Ergebnisliste Antworten aus. Dieser „Dialog“ funktioniert mittels Keywords. Um in diesem Dialog eine Rolle spielen zu können, muss Google Ihre Website als relevant für diesen „Dialog“ erachten.

Digitale Sichtbarkeit bei Google© Pixabay/FirmBee

Um bei Google sichtbar zu werden gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Suchmaschinenwerbung mit Google AdWords (SEA; engl. Search Engine Advertising)
  2. Suchmaschinenoptimierung (SEO; engl. Search Engine Optimization)

1. Suchmaschinenwerbung (SEA) mit Google AdWords

Mit Google AdWords erreichen Sie sehr schnelle Erfolge bei Ihrer Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Google AdWords sind bezahlte Werbeanzeigen die in der Regel auf der ersten Seite der Suchergebnisse angezeigt werden.

Google AdWords

Abbildung 2: AdWords-Anzeige in der Suchergebnisliste

Die Textanzeige wird direkt mit Ihrer Landingpage verknüpft. Dies kann eine Informationsseite sein, ein Kontaktformular, Online-Shop, etc. Um eine Anzeige schalten zu können, benötigen Sie eine Sammlung an Suchbegriffen, mit denen Ihre Kunden suchen und Ihre Anzeige auslösen sollen. Hierbei funktioniert Google AdWords wie eine Börse. Dies bedeutet, dass Sie und Ihre Wettbewerber bei der Auktion um die Keywords bieten. Je nachdem, wie oft das Keyword auf Google gesucht wird, steigt der Preis. Auch hier bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis, der von kleinen Cent-Beträgen bis zu Eurobeträgen variieren kann. Die Abrechnung erfolgt über Pay-per-Click. Sobald ein Interessent auf Ihre Anzeige klickt, wird das aktuelle Gebot abgerechnet. Um eine Kostenkontrolle zu gewährleisten, können Sie ein Tagesbudget festlegen, das nicht überschritten wird.

Mit AdWords ist eine zielgruppengenaue und prominente Platzierung im Google-Ranking möglich. Da die Anzeigen auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten sind, haben sie auch eine hohe Relevanz für diese und werden in der Regel gut geklickt.

Google AdWords verändert stets sein System, weshalb Sie sobald Sie in AdWords aktiv sind, einen Experten mit dem aktuellen Wissenstand zu Rate ziehen sollten, um ein optimales Ergebnis zu erhalten.

2. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Die zweite Variante, Ihre Auffindbarkeit auf Google zu erhöhen, ist die Suchmaschinenoptimierung. Hier muss man etwas Geduld mitbringen, um in den organischen Suchergebnissen ideal zu ranken. Dabei wird zwischen Onpage- und Offpage-Optimierung unterschieden.

Onsite-Optimierung:
Keywordsammlung

Bevor Sie mit der Optimierung beginnen, machen Sie sich bewusst, was Ihr Kunde will. Schauen Sie dabei aus der Sicht des Kunden. Sie wissen ja: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“

  • Nach welchen Lösungen sucht er?
  • Wie können Sie ihm dabei helfen?
  • Welche Suchbegriffe und Sätze verwendet er?
  • Unter welchen Keywords könnte Ihr Kunde Sie finden?
Usability

Wenn Ihr Kunde auf das Suchergebnis oder Ihre AdWords-Anzeige geklickt hat, sollte er auf der verlinkten Landingpage genau das vorfinden, was er gesucht. Dazu sollte die Navigation „intuitiv“ in der Benutzerführung sein.

Wenn er nicht das findet was er sucht, die Bedienung zu kompliziert oder das Design nicht ansprechend ist, ist er schnell wieder von Ihrer Webseite verschwunden. Daher ist es wichtig, dass Sie sich Gedanken machen wie Ihre Seite kundenfreundlich und emotional ansprechend wirkt.

Lesen Sie mehr in unserem Whitepaper "Digital Index - Online-Sichtbarkeit für Unternehmen"

Mobile

Das Smartphone hat längst seinen Siegeszug angetreten und immer mehr Menschen nutzen es zum Surfen und zum Shoppen. Auch Ihre Kunden!

Ist Ihre Seite im „responsive Webdesign“ gestaltet, so haben Sie sehr gute Chancen auf ein gutes Ranking.

Sitemap

Damit Google sich ein Bild von Ihrer Webseite machen kann, empfiehlt es sich eine Sitemap zu erstellen, die von der Suchmaschine erfasst und indexiert wird. Strukturieren Sie die Seite sinnvollerweise nach Ihren Keywords.

URL und Meta-Description

Google liebt Beschreibungen. Daher bietet Ihnen Ihr Content-Management-System die Möglichkeit Meta-Descriptions und Title Tags zu beschriften. Auch hier gilt: Verwenden Sie Suchbegriffe!

Sehr gut für Ihre Auffindbarkeit ist es, wenn Sie die Domain-Namen und die Subdomains mit Ihren Keywords versehen.

Keywords und Content

Optimieren Sie Ihre Texte, Überschriften (H1 bis H3), sowie Bildtitel und Bildunterschriften mit Ihren ausgesuchten Keywords. Aber bitte übertreiben Sie es nicht, denn „Keyword Stuffing“, also eine unnatürlich hohe Ansammlung eines Keywords, wird von Google abgestraft. Dies äußert sich in einem schlechteren Ranking.

Ein weiterer relevanter Erfolgsfaktor ist die Aktualität Ihres Contents. Alte oder überholte Informationen interessieren niemanden.

Passen Sie ihre Inhalte regelmäßig nach Ihren aktuellen Keywords an und erstellen Sie interessanten, einzigartigen Content, der Ihren Kunden einen Mehrwert bieten. Wenn Sie relevant für Ihren Kunden sind, werden Sie auch relevant für Google.

Mehr Beiträge zu aktuellen digitalen Trends und Themen erhalten Sie auch in unserem Newsletter

Offsite-Optimierung:
Linkbuilding
Verlinken Sie Ihre Seite mit thematisch relevanten externen Webseiten. Aber vergessen Sie auch nicht die Verlinkung innerhalb Ihrer Seiten. Diese Backlinks sind ein wichtiger Aspekt für ein gutes Ranking.

Die Social Networks wie Facebook, Xing oder Twitter haben sehr viele Besucher und eine extrem gute Sichtbarkeit. Verlinken Sie daher Ihre Social-Media-Aktivitäten und -Profile mit Ihrer Webseite. Dadurch wird Ihre Reputation bei den Suchmaschinen gesteigert, da Sie offensichtlich eine hohe Relevanz genießen.

Google My Business 

Wenn Sie ein „Google My Business“-Profil angelegt haben, werden Sie mit Ihrem Eintrag eingeblendet, wenn ein User Sie über die Google-Suche oder in Google Maps sucht.

Google My Business

 Abbildung 3: Google Suchergebnisse – My Business

Fazit

Damit Ihre (potentiellen) Kunden Sie schnell finden und im besten Fall eine Kaufaktion stattfindet, benötigen Sie eine gute Auffindbarkeit bei Google.

Durch Google AdWords können Sie schnelle Erfolge erzielen, es ist aber auch mit Kosten verbunden.

Bei der Suchmaschinenoptimierung dauert es länger, um erste Erfolge zu verzeichnen.

Daher ist es empfehlenswert mit Google AdWords und SEO parallel zu starten, um schnell auffindbar zu sein und zwischenzeitlich eine professionelle Suchmaschinenoptimierung durchzuführen.

Neuer Call-to-Action

:SEO - SuchmaschinenoptimierungDigitale SichtbarkeitKeywordsSEA - Suchmaschinenwerbung
Diesen Artikel weiterempfehlen