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Wie Sie mit Videos Kunden überzeugen

Michael Merx, 29.08.19, 10:00

Video ist bei den Usern der sogenannten Generation Y inzwischen das wichtigste Medium. Deshalb ist Video-Marketing völlig zurecht in den Top 5 der B2C-Content-Marketing-Strategien angekommen. Und in Zukunft wird Bewegtbild wohl noch deutlich wichtiger. Das belegen die Zahlen des US-amerikanischen Videomarketingunternehmens Rutz Roberts Productions über die mögliche Zukunft des Video-Marketings:

  • Videomarketing wird mehr als 80 Prozent des weltweiten Internetverkehrs in Anspruch nehmen
  • Die Einbettung von Videos in E-Mail-Marketing-Kampagnen führt zu einem Anstieg der Klickrate um 200 bis 300 Prozent
  • Die Einbeziehung von Videos in Landingpage-Inhalte erhöht die Konversionsrate um bis zu 80 Prozent
  • Die zunehmende Bedeutung des Video-Marketings für das Geschäftswachstum führt zu weiteren wichtigen Video-Marketing-Trends

Wie gehe ich das Thema an, was muss ich beachten, wo liegen mögliche Fehlerquellen? Wir liefern einen Einstieg in das Thema.

Wie Sie mit Videos Kunden überzeugen© Photo by Austin Distel on Unsplash

Fast 70 Prozent aller Internet-User nutzen Videoportale. Dass deshalb Bewegtbild in unserem Marketing-Mix eine immer zentralere Rolle spielen muss, ist ein Fakt. Wer Videos im Marketing nutzen will, muss die Potentiale des Mediums erkennen und auch ausschöpfen. Für das Format sind die Kreation, die Bilderwahl sowie der Ausspielweg entscheidend. Weitere wichtige Fragen sind: Welche Zielgruppe will ich erreichen? Was ist meine Hauptaussage? Wie passt es in meine Marketing-Strategie? Mit welcher Länge erreiche ich welche Spannung?


Der Weg ist auch hier das Ziel

YouTube und Facebook stehen neben der eigenen Webseite als bekannteste Ausspielkanäle zur Verfügung. Damit das Video im Netz auch gefunden werden kann, ist die Suche nach den richtigen Keywords entscheidend. Und nicht zu vergessen: Ein großer Teil der Videonutzung läuft inzwischen via Smartphone. Das Video muss also immer mobil optimiert sein. Ein weiterer wichtiger Grund für Video-Marketing: Websites mit integrierten Videos werden von Google besser bewertet und haben deshalb eine bessere Chance auf ein höheres Ranking bei Suchanfragen. Die Chance, auf Platz 1 im Ranking zu landen, ist mehr als 50-mal höher als für Seiten ohne Videos. Und es gilt: Je mehr Traffic, desto höher auch die Chance auf Leads.


Video hilft beim Abverkauf

Neben der reinen Reichweite wollen Sie natürlich auch Produkte verkaufen. Dabei helfen Tutorials, Produktdemos, Firmen-Promoclips, „Über uns“-Videos und Produktbeschreibungen per Video. Das kann die Conversion Rate um bis zu 80 Prozent erhöhen.

Über sechs Milliarden Videos werden täglich auf Facebook und YouTube geklickt. Wenn Sie mitspielen wollen, sollten Sie einige Fehler vermeiden:
 
  • Rein werbliche Videos: Das wird der Konsument sofort merken – und er wird wegklicken. Ein Beispiel, wie es besser gehen kann, sind Ratgeber-Videos, die das Produkt mit einbinden
  • Das Marken-Branding nicht vergessen: Trotz des Verzichts auf pure Werbebotschaften geht es immer noch um Ihre Marke und Ihre Produkte
  • Machen Sie es kurz: Lange Videos funktionieren eher schlecht; konzentrieren Sie sich auf Ihre Kern-Botschaft
  • Nicht zu viel reinpacken: Zu viele Botschaften verwirren den User und er wird sich an anderer Stelle informieren
  • Keine Langeweile: Dafür müssen Sie Ihre Zielgruppe und Ihre Bedürfnisse kennen, damit Sie spannend und authentisch bleiben können
  • Erfolg checken: Nur wer weiß, wie das Video beim User ankam, kann die richtigen Schlüsse ziehen

Video und E-Mail sind das perfekte Paar! Jeder von uns bekommt täglich E-Mails. Doch mit der Masse an E-Mails, die den ganzen Tag einlaufen, wird es für Unternehmen schwerer, sich von der Masse abzuheben. Das Einfügen von „Video“ in die Betreffzeile kann zu höheren Öffnungsraten führen, und Video-Miniaturansichten führen zu mehr Klicks als einfache Links. Darüber hinaus bietet Ihnen die Verwendung von Videos die Möglichkeit, Ihren Vertriebs- und Marketing-E-Mails eine gewisse Persönlichkeit zu verleihen. Beispielsweise können die Mitarbeiter ein Video zu ihrer Unterschrift hinzufügen, so dass es für Kunden einfach ist, Gesichter mit Namen zu versehen.

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Neben „traditionellem“ Video-Content wird besonders Live-Video weiter an Fahrt aufnehmen. Das zeigt schon ein Blick auf die Zahlen: Live-Video-Dienste von YouTube, Facebook und Instagram haben sich in den vergangenen drei Jahren enorm entwickelt: Mehr als 80 Prozent der Internetnutzer sahen 2018 mehr Live-Videos als im Vorjahr. Livestreaming-Videos werden immer beliebter, nicht nur wegen ihrer unverfälschten (und unperfekten) Natur, sondern auch weil sie vergleichsweise günstig sind. Darüber hinaus kann das Video im Anschluss hochgeladen und auf der Website des Unternehmens für Werbezwecke gespeichert werden. Livestreams fördern darüber hinaus die Bindung des Publikums und halten die Zuschauer länger als aufgezeichnete Videos.

71 Prozent der Teilnehmer einer weltweiten HubSpot-Befragung gaben an, mehr Videocontent als noch vor einem Jahr zu konsumieren. 53 Prozent erklärten, dass sie sich noch mehr Videos wünschen würden. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche zehn Prozentpunkte gestiegen. In der jüngeren Zielgruppe (18 bis 24 Jahre) ist es noch deutlicher: 65 Prozent wollen hier mehr Bewegtbild. Und eine gute Nachricht für Marketer: 54 Prozent der Befragten wünschen sich explizit Videoinhalte von Unternehmen. Damit landet das Format auf Platz 1 vor Newslettern (46 Prozent) und Fotos im Social Web (41 Prozent). Videos auf Facebook und Co. landen mit 34 Prozent nur auf Platz 4, hier scheint das Potential aber bei weitem nicht ausgeschöpft.

Der Social-Analytics-Anbieter Quintly hat untersucht, womit man auf Facebook die meisten Interaktionen auslöst – bekanntlich ein wesentlicher Faktor für mehr organische Reichweite. Mehr als 2,3 Millionen Posts wurden Anfang des Jahres untersucht. Ein Ergebnis: Videos bekommen im Schnitt über vier Mal mehr Interaktionen als reine Status-Posts. Auf Augenhöhe damit sind nur Fotos. Auf Platz 4 finden sich Linkposts. Die aber machen mit 52 Prozent die Masse der untersuchten Posts aus.

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