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Bye-bye Influencer - oder doch nicht?

Armin Mack, 12.03.19 10:00

Warum Influencer Marketing doch eine Zukunft hat

Influencer Marketing war mal „The Next Big Thing“
War mal? Ist also nicht mehr? Der Chor der (voreiligen) Nachrufe wird immer lauter. Aber die Wahrheit ist: Es funktioniert noch. Einer Bitkom-Umfrage zufolge folgt jeder fünfte Social-Media-Nutzer den Profilen von Influencern.  Neun Prozent dieser Follower haben schon mal ein empfohlenes Produkt gekauft. Das zeigt, dass das Empfehlungsmarketing mit „Persönlichkeiten“ im Social Web nach wie vor eine Wirkung hat. Es kommt lediglich darauf an, wie man es macht. Und mit wem.
 
Über das Missverständnis „Viele Klicks sind gleich viel Erfolg“

Eine hohe Interaktionsquote mit Social-Media-Inhalten lässt sich nicht automatisch mit einer ordentlichen Konvertierungsrate koppeln. Klar, als Werbungtreibender will ich möglichst viele Follower oder auch zufällige User auf mein angepriesenes Produkt neugierig machen. Denn am Ende des Tages zählt der Return on Investment (ROI) und die Frage: Bringt das Geld, das ich ausgebe, auch Gewinn?

Aber wie bringt das Geld, das ich ausgebe, Gewinn?
Es klingt ja einfach: Man braucht jemanden, der das Produkt in die Kamera hält und es in höchsten Tönen lobt. Das sind alle nötigen Zutaten, richtig?

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Leider falsch! Da könnte man ja gleich ein Kalb, Mehl, Eier und trockene Semmeln in eine Pfanne werfen und hoffen, dass daraus ein Wiener Schnitzel wird. Die entscheidende Frage ist: Wieviel von was brauche ich zu welchem Zeitpunkt und auf welche Art und Weise. Und dann sollte das alles natürlich noch schön angerichtet und garniert werden. Das Auge isst schließlich mit.

Warum Influencer Marketing doch eine Zukunft hat© Jakob Owens on Unsplash

Ein passendes Rezept ist entscheidend
Also suche ich mir Menschen, die etwas davon verstehen, die sich mit den Mechanismen von Marketing und Werbung in Massenmedien auskennen. Und darüber hinaus sollten sie auch entsprechende Online-Skills besitzen. Solche Menschen findet man direkt bei den Massenmedien, vor allem im privaten Rundfunk, der sich größtenteils durch Werbeeinnahmen finanziert. Diese Marketing-Fachkräfte können Budgets maßgeschneidert einsetzen und sie sind in der Lage, innerhalb eines klar abgesteckten Rahmens effektiv zu wirtschaften, weil sie wissen, dass sie keine unerschöpfliche Geldquelle haben. Sie haben gelernt, neue Wege zu gehen und schnell und flexibel auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren, um up to date zu bleiben. In den Medien haben sie sich früh den Herausforderung des Internets stellen müssen – und haben Wege gefunden, digitale Mediakanäle mit den Werkzeugen klassischer Werbung zu verknüpfen. Das Beste aus zwei Welten also. Neben Werbung kennen sie sich mit crossmedialen und digitalen Marketing-Konzepten, also auch Influencer-Kampagnen aus.

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Input für die Influencer
Diese Marketing-Experten können eine Kampagne dahingehend begleiten und optimieren, dass am Ende nicht nur der Influencer selbst Klicks sammelt, sondern auch die Ziel-Website des werbungtreibenden Unternehmens. Außerdem recherchieren die Experten Fakten und Background-Infos für die Erstellung hochwertiger, glaubwürdiger Inhalte, die sie für das Storytelling benötigen.  

Alles ist im Fluss
Mit der Zeit ändert sich natürlich auch die Werbung, aber auch dann braucht man Experten mit ihrer Anpassungsfähigkeit. Einiges wird überraschen, anderes ist absehbar. Zum Beispiel die Zielgruppe: Aus Digital Natives werden Best Ager – mit anderen Interessen. Ein Auto soll dann nicht mehr spacig aussehen, sondern familientauglich sein. Und statt eines Gamecontrollers muss ein Office-taugliches Tablet her.
Wer ein herausragendes Wiener Schnitzel hinbekommt, hat auch kein Problem damit, seine Rezepte zu adaptieren. Und dann wird es immer noch Influencer geben, die dieses leckere Gericht empfehlen.

Fazit
Das Statistik-Portal „Statista“ hat mehrere Untersuchungen ausgewertet und schätzt, dass das Marktvolumen für Influencer Marketing im deutschsprachigen Raum weiter steigt – und schon im Jahr 2020 an der Milliarden-Euro-Schwelle kratzen wird. Das wäre fast doppelt so viel Potential wie noch 2017.  

Warum Influencer Marketing doch eine Zukunft hat

Wer bekommt da keinen Appetit?

Empfehlungsmarketing in sozialen Medien hat auch nach dem Influencer-Hype eine Wirkung. Es kommt darauf an, wie man es macht – und mit wem.

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