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Volt Ihr Elektroautos oder nicht?

Armin Mack, 28.08.19, 10:00

Es ist zum Verrücktwerden! Alle reden von E-Autos: schonend für die Umwelt, leise, effizient und richtig „Wumms“ beim Gasgeben. Alles super… bis man diejenigen hört, die das relativieren: von wegen gut für die Umwelt, rechnet man alles mit, sei das Gegenteil richtig. Und wer sich ein E-Auto anschafft, könne nicht einfach losfahren und sicher sein, problemlos ans Ziel zu kommen. Denn unterwegs tanken sei gar nicht so einfach. Also: Sind E-Autos der Mega-Renner oder nur ein gehypter Irrtum, der nicht funktioniert?

Eine „spannungsgeladene“ Frage

Jeder, der sich bald ein neues – oder auch gebrauchtes – Auto zulegen will, steht vor der Entscheidung: springe ich auf den Elektro-Zug auf oder bleibe ich noch auf der vermeintlich sicheren Seite mit einem Benziner oder Diesel?

Elektroauto© pixabay

Schauen wir mal auf die Fakten

Klar fahren Elektroautos weitgehend emissionsfrei, aber …
… leider heißt „weitgehend“ nur „unterwegs“. Denn bei der Herstellung eines E-Fahrzeugs und bei der Stromproduktion werden möglicherweise noch mehr Ressourcen verbraucht als bei klassischen Verbrenner-Autos. Oder nicht? Wie immer gibt es natürlich für beide Seiten Studien, aber sicher ist: Ohne Umwelteinflüsse lässt sich auch ein Elektroauto weder bauen noch betreiben. Man kann damit nur steuern, wo die Emissionen auftauchen: einmalig beim Fahrzeugbau und regelmäßig bei der Energieerzeugung. Es sei denn, wir schaffen es künftig, unsere Energie vollständig oder größtenteils regenerativ zu gewinnen. Das ist aber noch Wunschdenken.

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Klar sind Elektroautos effizient, aber …
… dennoch reicht der „Saft“ nicht für weite Strecken. Und die Infrastruktur lässt zu wünschen übrig. Vor allem Schnellladestationen, wo man zum Tanken nicht gleich eine lange Pause einlegen muss, sind rar gesät und oft mit Umwegen verbunden.

Klar fahren Elektroautos leise, aber …
… das macht sie auch gefährlich, weil Fußgänger- und Radfahrer-Ohren konditioniert sind auf das „Achtung, da kommt ein Auto“-Geräusch von Verbrennungsmotoren. Deshalb gibt es bereits Vorschriften, dass auch E-Autos Geräusche machen müssen – notfalls künstlich.

Klar haben E-Autos ein Reichweiten-Problem, aber …
… mit jeder Modellgeneration steigt die Entfernung, die sich mit dem Auto zurücklegen lässt. Schon jetzt sind Elektroautos im Kurz- und Mittelstreckenbetrieb durchaus alltagstauglich. Wer also nur zur Arbeit und zurück pendelt, vielleicht auch mal 100 Kilometer in die nächste Metropole und wieder nach Hause fährt, für den reicht die Batteriekapazität auch heute schon.

Also lieber Finger weg?

Nein, warum? Ein Beispiel: Wer erinnert sich noch, dass die „Standby“-Zeit mal eines der wichtigsten Kriterien beim Handy-Kauf war? Und wir reden nicht über Tage, sondern eher Wochen. Heute würde wohl kaum jemand auf sein Smartphone verzichten, nur weil es in der Regel jeden Tag geladen werden muss.
 

Zeiten ändern sich

Manchmal nimmt man eben einen Rückschritt in Kauf, um andere Vorteile zu bekommen. Es ist immer eine Abwägung. Vorher beurteilen kann man das schwer. Und seien wir ehrlich: Bei fast jedem technischen Umbruch wurde heftig gezweifelt, ob er wirklich das „nächste große Ding“ sein würde. Eisenbahn? Teufelswerk! Handy? Telefon habe ich zuhause! Internet? Geh lieber an die frische Luft!

Alles ändert sich und ist im Fluss

Aus analog wird digital: So wie Unternehmen den Schritt in die digitale Welt vollziehen – zum Beispiel mit Hilfe von Vadira-Produkten – so werden auch viele Menschen den Weg ins neue Mobilitäts-Zeitalter mitgehen. Die Trendkurve spricht für sich (hier nur Deutschland, andere Nationen sind uns weit voraus):

Anzahl der Elektroautos in Deutschland

Sind Elektroautos eine Etappe oder das Endziel?

Das kann niemand vorhersagen, der seriös bleiben will. Vielleicht haben diejenigen Experten Recht, die an die Brennstoffzelle als endgültige Lösung glauben. Aber auch mit Wasserstoff als Sprit gibt es viele Probleme, die sich zum Teil mit jenen der Elektromobilität decken. Jedenfalls wäre es ein Riesenfehler, E-Autos jetzt schon von der Rechnung zu streichen, bevor überhaupt klar ist, welchen Mobilitäts-Weg die Menschheit einschlägt.
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