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Social Media Workshops - für wen und wofür?

Petra Dion, 31.01.19 10:00

Viele Unternehmen wollen die unterschiedlichen Social-Media-Kanäle nutzen, um eine innovative, moderne Unternehmensführung zu erzielen und um das Geschäft auf unerschlossenen Wegen anzukurbeln. Vor nicht allzu langer Zeit haben Unternehmen, wenn man Sie nach einer Social-Media-Strategie gefragt hat, geantwortet: „Ja, wir sind bei Facebook angemeldet.“ In der Tat ist das der erste, wichtige Schritt, doch allein die Anmeldung bei einem Netzwerk wird keinen unternehmerischen Erfolg mit sich bringen. Was also tun?

Wie bereits angedeutet, ist es nicht schwer, sich ein Nutzerkonto in sozialen Medien anzulegen – und kaum ist der der Account bei Facebook, Instagram und Co eingerichtet, kann es mit den Aktivitäten auch schon loslegen – theoretisch zumindest. Denn die Inhalte auf einem Unternehmens-Account müssen durchdacht und zielführend sein, anders als der Privataccount für Familie und Freunde.

Oft stellen Verantwortliche in Unternehmen nach kurzer Zeit fest: „Was so einfach klingt, ist schwerer als gedacht.“ Gerade wenn es nicht so läuft, wie sie sich das ausgemalt haben und sie nach einem halben Jahr weniger als hundert Follower haben, stellen sich viele Verantwortlichen die Fragen „War das alles?“ oder „Was kann ich hier machen, wenn ich hier Erfolg haben möchte?“.

Natürlich können Sie Ihre Social-Media-Kommunikation jederzeit an einen Dienstleister auslagern, etwa eine Agentur. Das ist häufig eine Frage des Budgets. So sparen Sie eventuell Kapazitäten bei den eigenen Mitarbeitern, die man für das Kerngeschäft nutzen kann. Ein guter Social-Media-Dienstleister baut Auftritte in den sozialen Netzwerken strategisch und nachhaltig für Sie auf, und Agenturen verfügen meistens über mehr Erfahrung und Kreativitätspotenzial, die sie in Konzepte, Inhalte und Social-Media-Werbung einbringen können.

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Eine weitere Möglichkeit, einen Dienstleister zu beauftragen, ist die Durchführung eines Workshops oder einer Inhouse-Schulung für das eigene Team, um Fachwissen und einen Leitfaden an die Hand zu erhalten.

Social Media Workshops© Photo by rawpixel on Unsplash

Damit können die eigenen Mitarbeiter eine zielgruppengerechte Kommunikation im Social Web mit Followern und Fans aufbauen, die im Endeffekt potenzielle Kunden sind.

Unwissen fördert oft Ängste und Vorbehalte. Gerade deshalb ist Know-how so wichtig, das in Workshops einfach und verständlich vermittelt werden kann. Im Folgenden zeige ich Ihnen, wie ein Social-Media-Workshop aussehen kann. Zunächst ist es wichtig, sich einen Skizzenplan zu machen, um eine Ordnung und Abfolge für die verschiedenen Brainstormings zu verdeutlichen.

Strategie überlegen

Machen Sie sich einen Plan und erstellen Sie eine Strategie. Für die Erstellung einer Strategie sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Welche Ziele haben wir und warum machen wir Social Media?
  • Geht es uns um Absatzsteigerung oder Imageförderung?
  • Wer ist/sind unsere Zielgruppe/n?
  • Welche sind unser KPI‘s?
  • Was bedeutet Erfolg für uns?

Inhalte definieren

Wenn Sie diese Fragen im Team diskutiert und für sich festgelegt haben, geht es darum, Ihre Inhalte definieren. Ich empfehle Ihnen, sich an folgenden Bulletpoints zu orientieren:

  • Welche Themen interessieren unsere Zielgruppe?
  • Welchen Mehrwert können wir unseren Fans und Followern bieten?
  • Wie können wir unsere Kanäle für Kunden interessant gestalten?
  • Welches ist unser bestes Produkt oder Thema, um es als „Zugpferd“ zu nutzen?
  • Gewinnspiele sind aktuell die beste Aktivierung – wie ist hier unsere Qualität?
  • Wie sehen (potenzielle) Kunden bei Facebook im Vergleich zu Instagram oder anderen Social-Media-Plattformen aus?

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Kapazitäten klären

Wenn Sie genügend Ideen für Inhalte gesammelt haben, geht es im nächsten Schritt um die praktische Umsetzung und die Aufgabenverteilung:

  • Wie können wir die Inhalte produzieren?
  • Wie können wir den Aufwand für die Inhalte-Produktion minimieren?
  • Wie bekommen wir eine Struktur bei begrenzten Kapazitäten mit maximalem Output?
  • Brauchen wir externen Support durch einen Dienstleister, der das interne Team unterstützt?
  • Wie gehen wir mit Influencern um? Ist ein Gesicht besser, das alles verkörpert, oder lieber viele verschiedene?

Nachdem Sie im Team diese Punkte geklärt haben, geht es daran, sich um relevanten Content zu kümmern und einen Publishing-Plan zu erstellen.

Social Media Workshop

Bei Social-Media-Inhalten, sogenannten Social-Media-Posts oder -Postings, spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Aufbau des Postings
  • Art des Postings
  • Interaktion mit dem Posting in den ersten vier bis zehn Minuten
  • Interaktion mit der Social-Media-Seite allgemein
  • Targeting und Push-Postings

Fassen Sie als nächstes Ihre Ergebnisse in einem Konzeptpapier zusammen und erstellen Sie eine erste Version Ihres Publishing-Plans. Wenn Sie Ihren Publishing-Plan finalisiert haben, geht es um die Produktion von Inhalten. Danach muss das Werbebudget für soziale Medien definiert werden. Und dann kann es in der Regel losgehen, die Maßnahmen aktiv umzusetzen.

Fazit:

Social-Media-Workshop sind ein gutes Instrument, um aktiv und mit Plan erfolgreich bei Facebook, Instragram und Co zu agieren. Man muss beachten, dass nicht alle Teilnehmer beziehungsweise Mitarbeiter auf dem gleichen Stand sind. Um den internen Wissenstand auf ein einheitliches Niveau zu bringen, sind Workshops eine effektive Möglichkeit. Sicher ist es empfehlenswert, sich für die ersten Workshops professionelle Hilfe einzuholen, um schrittweise die neuen Kanäle zu bedienen. Denn Social Media können nicht in einem Halbsatz erklärt werden – und Ihr erfolgreicher Einsatz lässt sich schwer generalisieren.

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