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Social-Media-Marketing - Vorteile und Strategien

Sophia Tran, 15.08.19 10:00

Wenn Ihnen ein Anbieter auf Facebook, Youtube oder Pinterest ein so tolles Markenerlebnis verschafft, dass Sie darüber reden und mit dem gehörigen Hashtag teilen, dann haben Sie ein Beispiel für gelungenes Social-Media-Marketing gefunden.

Social-Media-Marketing© rawpixel / pixabay

Was ist Social-Media-Marketing?

Social-Media-Marketing ist Online-Marketing in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Youtube, Instagram, LinkedIn oder auf dem eigenen Blog. Das Ziel hierbei ist, hochwertige Inhalte so maßgeschneidert zu publizieren, dass Social-Media-Nutzer Ihre Marke wahrnehmen, positiv abspeichern (Stichwort: Brand Awareness) und mit ihr interagieren (Stichwort: Engagement).
 

Im Social Web dreht sich alles um Engagement. Das bedeutet, dass Sie Menschen im Netz dazu bringen müssen, mit Ihrer Marke in Kontakt treten. Indem die Internetnutzer Teil der Diskussion um Ihre Marke werden, werden sie ein Teil der Marke selbst. Das schaffen Sie, indem Sie bei Nutzern Interesse und Neugier wecken.

Was sind die Vorteile von Social-Media-Marketing?

Studien haben gezeigt, dass Unternehmen von Marketing im Social Web profitieren, wenn Sie die richtigen Stellschrauben drehen.

  • Es steigert die Brand Awareness, also das Bewusstsein für Ihre Marke.
  • Es steigert Ihre Sichtbarkeit im Internet, weil Benutzer Ihre Inhalte teilen und weiterempfehlen.
  • Es verbessert Ihre Kundenbeziehungen. Kunden und Interessenten können via Social Media mit Ihnen in Kontakt treten, also zum Beispiel Fragen stellen, Antworten bekommen sowie Lob und Kritik loswerden. Auch Sie selbst können Ihre Kunden nach ihren Erfahrungen fragen – und letztlich dazulernen. Dabei entsteht ein Dialog auf Augenhöhe, der öffentlich ist und Aufmerksamkeit erzeugt. Sogar Kritik lässt sich auf diese Weise ins Positive drehen und letztlich zu einem positiven Markenerlebnis machen – ganz nach dem Motto „Schlechte PR ist besser als gar keine“.
  • Social-Media-Marketing sorgt für mehr Leads und letztlich mehr Umsatz. Wie? Das erkläre ich Ihnen jetzt …

Mehr Leads und Umsatz durch Social Campaigns

Facebook und Co. bieten eine Fülle von Möglichkeiten, um Ihre Kunden und Website-Besucher einzubeziehen. Sie können zum Beispiel Wettbewerbe ausrichten, Social-Media-Kampagnen fahren, Ihre Social-Media-Profile untereinander verlinken und Social Seeding für Ihren Content betreiben.

Was ist Social Seeding? Wenn Sie wertvollen neuen Content in Ihrem Blog oder Youtube-Kanal gepostet haben, dann können Sie ihn über andere Social-Media-Kanäle bekannt machen, damit er besser gefunden wird. Das nennt man Social Seeding. Aber bitte tun Sie es nicht marktschreierisch, sondern stellen Sie immer den Nutzen in den Vordergrund.

One-Click-Shopping in sozialen Netzwerken

Viele soziale Medien bieten inzwischen Tools und Funktionen an, die es Ihren Kunden ermöglichen, mit einem einzigen Klick Ihre Produkte zu erwerben. Facebook oder Instagram gehören zu den Kanälen, die solche Features implementieren.

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Die Social-Media-Marketing-Strategie

Social-Media-Marketing hat so viele Ausprägungen wie es Firmen und Ziele gibt. Meistens geht es dabei um Lead-Generierung. Doch Sie können auch andere Ziele verfolgen, beispielsweise das Recruiting von Fachkräften, das Verbreiten von politischen Ideen, das Einwerben von Spenden und mehr. Außerdem macht es einen großen Unterschied, ob Sie B2B- oder B2C-Marketing betreiben – und welche Zielgruppe oder Buyer Persona Sie konkret ansprechen möchten.

Die drei magischen Fragen

Wie bei jeder Marketing-Aktivität stehen drei Fragen im Vordergrund, die jedes Unternehmen vorab klären sollte:

  • Was sind die Ziele? Am besten ist es, wenn Sie Ihre Ziele sehr konkret definieren und sie zeitlich und quantitativ genau bestimmen.
  • Wer ist die Zielgruppe? Tatsächlich wenden Sie sich nicht an eine Gruppe, sondern an Menschen. Daher hat es sich eingebürgert, sogenannte Buyer Personas zu entwickeln, also individuelle, idealtypische Kunden-Figuren.
  • Welche Mittel eignen sich am besten? B2B-Kunden aus den geburtenstarken Jahrgängen (1960 bis 1965) werden Sie eher auf Xing oder LinkedIn ansprechen als auf Instagram – und vermutlich werden Sie diese Personen eher siezen als duzen. Denn Ihre Zielgruppe erwartet ein bestimmtes professionelles Niveau der Ansprache; einen Jargon, bei dem sie sich angenommen fühlt.

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Zielgerichtet kommunizieren

Alle Ihre Social-Media-Aktivitäten sollen auf das ausgerichtet sein, was Sie bezwecken. Ihre Strategie definieren Sie am besten so:

  1. Setzen Sie sich SMARTe Ziele. SMART bedeutet: Spezifisch, messbar, annehmbar, realistisch und (zeitlich) terminiert.
  2. Beobachten Sie Kennziffern, die wirklich zählen. Die Zahl der Likes sagt wenig über Ihren Erfolg aus, die Zahl der Conversions dagegen eine Menge. Hier finden Sie 19 wichtige Social-Media-Kennzahlen.
  3. Erschaffen Sie realistische Personas. „Realistisch“ bedeutet: Recherchieren Sie sorgfältig, wer Ihre Kunden tatsächlich sind, statt sich von ungeprüften Annahmen leiten zu lassen. Tatsächlich denken viele, dass Facebook heute mehr von der älteren Generation frequentiert wird. Weit gefehlt: In Wahrheit sind die Jüngeren dort immer noch weit in der Überzahl.
  4. Analysieren Sie den Wettbewerb. Stellen Sie fest, was bei Ihren Konkurrenten funktioniert und was nicht. Auf diese Weise wiederholen Sie nicht deren Fehler und lernen von den Besten.
  5. Als nächstes analysieren Sie Ihre eigenen Aktivitäten durch einen Social Media Audit. Dabei klären Sie folgende Fragen: Welche Ihrer derzeitigen Aktivitäten funktionieren gut? Welche Menschen nehmen mit Ihnen Verbindung auf? Welche Ihrer Kanäle, Inhalte und Themen sprechen Ihre Buyer Personas an?
  6. Nun haben Sie genug Wissen gesammelt, um Ihre Social-Media-Aktivitäten zu verbessern. Beachten Sie, dass verschiedene Kanäle für verschiedene Zwecke taugen. Bei Instagram und Snapchat können Sie schöne Produkte inszenieren. Software-Tutorials sind auf Youtube gut aufgehoben. Twitter eignet sich als Kanal für den Kundenservice.

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Social-Media-Marketing© Austin Distel / Unsplash

Übergreifende Grundsätze für Social-Media-Marketing

Die folgenden Tipps gelten für alle Social-Media-Plattformen, auf denen Sie Ihre Marke promoten wollen.

„Geben ist seliger denn Nehmen“

Das Bibel-Zitat ist aufs Marketing übertragbar: Das oberste Ziel ist es, Menschen im Social Web von Ihrer Mission, Ihren Produkten oder Leistungen zu überzeugen. Das schaffen Sie nicht mit platter Werbung, sondern nur mit Inhalten, die Mehrwert bieten. Der kann ästhetisch, fachlich-informativ, serviceorientiert oder unterhaltsam sein.

Fragen Sie sich immer: Was kann ich für meine Kunden und Nutzer tun? Wie kann ich ihnen helfen? Welches Problem haben sie und welche Lösung biete ich? Fragen Sie, locken Sie die User aus der Reserve, ermutigen Sie sie zu einer Reaktion.

Seien Sie authentisch

Kommunizieren Sie wie ein Mensch und nicht wie ein Roboter. Lassen Sie Ihre Persönlichkeit durchscheinen, denn sie ist Ihr wichtigstes Alleinstellungsmerkmal. Das weckt beim Publikum ganz andere Emotionen als ein aalglattes Auftreten.

Seien Sie konsistent

Da es um Ihr Markenimage und um eine starke Botschaft geht, können Sie nicht heute so und morgen anders auftreten. Ihr Wording, Ihre Bildersprache und Ihre Art der Interaktion sollten konsistent sein. Wenn Sie Fotos posten, verwenden Sie denselben Filter und eine harmonische, ästhetisch ansprechende Präsentation. Dann erleben Besucher Ihr Profil als professionell und aufgeräumt.

Liefern Sie ein Hashtag für die Interaktion

Angenommen jemand postet ein Foto mit Ihrem Produkt. Super, etwas Besseres kann Ihnen kaum passieren. Ein Hashtag ermöglicht es solchen Nutzern, mit Ihrer Firma und Ihren Followern in Interaktion zu treten. Über diesen Hashtag finden Sie Social Mentions und können diese auf Ihren Social-Media-Kanälen verlinken. Und umgekehrt finden die Nutzer auch Sie.

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