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SEO-Tipps für Weihnachten

Michael Merx, 21.11.19 10:00

Überraschend ist es nicht, dass im Web bestimmte Suchbegriffe in der Vorweihnachtszeit boomen. Aber wenn Sie vom Weihnachtsgeschäft abhängig sind, müssen Sie darauf reagieren. So erlebt beispielsweise die Google-Anfrage: „Geschenke für Weihnachten“ zwischen dem 10. und 16.12. ihren Peak.

Und Google selbst verrät noch mehr. Wussten Sie beispielsweise, dass „Weihnachtsgeschenk für Frauen“ in Deutschland zehn Mal so häufig gegoogelt wird wie „Weihnachtsgeschenk für Männer“? Männer suchen also deutlich häufiger eine weihnachtliche Geschenkberatung als Frauen. Das ist nicht ganz überraschend – aber doch wesentlich für die Planung der richtigen SEO-Strategie für’s Weihnachtsgeschäft. Deshalb ist es enorm wichtig, rechtzeitig vor dem Peak die meistgesuchten, relevantesten und wertvollsten Keywords für das vierte Quartal zu recherchieren.

SEO Tipps für Weihnachten© pexels/pixabay

Google hat uns Einblicke in die Entwicklung der Suchanfragen für einzelne Märkte gewährt. So hat die Suchmaschine analysiert, welche Begriffe speziell in Deutschland auf mobilen Geräten im Zusammenhang mit Shopping verstärkt nachgefragt werden. Für Händler ergeben sich somit Hinweise, welche Keywords sie bedienen sollten, um Traffic für sich zu generieren. Dazu hat Google die Entwicklung der Suchen im Vergleich gegenübergestellt.

In Deutschland wird gerne nach Einkaufslisten und Checklisten für bestimmte Ereignisse gesucht. Das Suchvolumen von Worten in Kombination mit diesen Keywords ist seit 2015 um 75 Prozent gestiegen. Google nennt dafür das Beispiel „Camping-Checkliste“. Um die Adventszeit ist „Geschenke-Checkliste“ wohl wahrscheinlicher. In dem Stil lassen sich Listen kreieren, die Traffic bringen.

Alternativ scheint die Erstellung einer Übersicht mit den besten Marken für verschiedene Produktkategorien ebenfalls eine gute Idee. Die User suchen in ihrer Customer Journey laut Google gezielt nach Vorschlägen. Die Kombinationen wie „beste Marke für Shampoo“ oder „beste Marke für Laufschuhe“ sind bei Google nach eigenen Angaben seit 2015 um 90 Prozent gestiegen.

Die Beliebtheit der Listen setzt sich auch bei der Ideensuche fort. Bereits in der Planungsphase greifen Nutzer verstärkt auf Google zurück. Demnach haben sich die Suchanfragen nach Keywords wie „Ideen für Valentinstag“ mehr als verdoppelt. Am Ende des Jahres dürften Sammlungen mit Geschenkideen zu Weihnachten ähnlich stark punkten. Die Kombination „Geschenke für…“ ist sogar um 138 Prozent angestiegen.

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Sechs Tipps fürs Weihnachtsgeschäft

  1. Weihnachtszeit ist Rabattzeit. Das gilt nicht nur für Amazon mit seinen Vorweihnachts-, Weihnachts- und Nachweihnachts-Deals, das sollte auch für kleine Online-Händler gelten. Denn gerade vor Weihnachten wird der Kunde noch ein wenig preissensibler, um den Geldbeutel angesichts vieler Geschenke so gut es geht zu schonen. Besonders beliebt sind Weihnachtskalender mit täglich wechselnden Rabatt-, Geschenk- oder Gewinnspielaktionen. Ein Geschenkefinder ist ebenfalls hilfreich, um die Kunden zu den richtigen Produkten zu lotsen. Zudem erhöhen Rabatte den Online-Traffic und damit einhergehend die Sichtbarkeit bei Google. 
  2. Sie sind vielleicht nicht die kreativsten aller Geschenkideen, gehören aber dennoch ganz sicher in der breiten Masse dazu: Gutscheine. Wenn ich nicht weiß, was ich schenken soll, dann schenke ich einen Gutschein und meistens freut sich der Beschenkte auch darüber, weil er damit mehr anfangen kann als mit Verlegenheitsgeschenken wie einer Krawatte. Wenn Sie als Online-Händler also nicht ohnehin Gutscheine im Sortiment haben, sollten Sie diese für Weihnachten unbedingt anbieten. 
  3. Optimieren Sie Ihre Produktbilder und -beschreibungen. Bilder sollten einen sinnvollen Titel, einen Alternative Text und, falls vorhanden, eine Description besitzen sowie sinnvoll abgelegt sein (semantisch passender Ordner-Name). Produktbeschreibungen sollten immer exklusiv sein, also nicht vom Hersteller übernommen werden!
  4. Setzen Sie sinnvolle, interne Verlinkungen, z.B. zu artverwandten Produkten, ähnlichen Produkten, zu passendem Zubehör usw. Interne Verlinkungen sind sinnvoll, um Nutzer innerhalb Ihrer Webseite weiterzuleiten und Linkjuice weiterzugeben. So stärken Sie schwächere Seiten.
  5. Wie lief das letzte Weihnachtsgeschäft? Wo gab es Engpässe oder Versäumnisse? Wo besteht Verbesserungsbedarf? Was lief gut? Welche Produkte wurden besonders nachgefragt? Was brachte die größte Rendite?
  6. Um ausführliche SEO-Maßnahmen in Gang zu setzen, ist es so knapp vor der heißen Phase fast zu spät. Suchmaschinenoptimierung abseits der laufenden Maßnahmen braucht auch immer eine gewisse Vorlauflaufzeit. Checken Sie dafür die Website und schauen Sie, was noch geht. Was aber auch jetzt noch problemlos möglich ist, ist die Nutzung von Werkzeugen wie Google AdWords, Bing Ads oder Facebook Ads. Das Budget dafür lässt sich in einem überschaubaren Rahmen halten und trotzdem kann man eine schnelle Wirkung erzielen.

Und wie schaut es bei Amazon aus? In den vergangenen zwölf Monaten haben 84 Prozent der Deutschen auf dem Online-Marktplatz Amazon eingekauft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Marktforscher von Mintel. Damit ist Amazon Deutschlands beliebteste Online-Shopping-Plattform. Und bezahlte Suchergebnisse werden auf Amazon immer wichtiger: Bei einer wachsenden Zahl von Suchanfragen auf Amazon finden sich nur noch zwei organische Suchergebnisse, hat Marketplace Pulse festgestellt. Die restlichen Plätze sind von Sponsored Products, Amazons Eigenmarken oder Empfehlungen wie "Amazon's Choice" belegt. Damit verliere Amazon SEO zunehmend an Bedeutung und die Sichtbarkeit auf Amazon wird teurer, so die Analyse.

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