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Der Fall "SEO" - Auffindbarkeit, Conversions, Leads und andere Verdächtige

Eva Christina Boos, 03.01.19 10:00

Tatort: Internet. Sie haben eine Webseite oder sogar einen Online-Shop, aber irgendwie bleiben die Kunden aus? Bei Google erscheinen Sie in den Suchergebnissen erst auf den „billigen Plätzen“ ganz hinten im Ranking? Um das Szenario zu komplettieren: Ihre Konkurrenz liegt auch noch weit vorne in der Online-Sichtbarkeit und Ihre Kunden wandern zunehmend zum Wettbewerber ab – was sich in Ihren Conversions und Leads bemerkbar macht?

An dieser Stelle wird es Zeit, zu Sherlock Holmes und Dr. Watson zu werden. Gehen Sie auf Spurensuche und finden Sie des Rätsels Lösung zu höherer Auffindbarkeit im Internet, Steigerung der Conversions und Ihrer Leads. Lösen Sie Ihren persönlichen Fall „SEO“!

SEO Auffindbarkeit,Conversions, Leads© Ollyy/Shutterstock.com

Was ist „SEO“ und was bedeutet es?

SEO ist die Abkürzung für den Begriff „Suchmaschinenoptimierung“, auf Englisch „Search Engine Optimization“. Neben der Suchmaschinenwerbung („SEA“; engl. Search Engine Advertising) gehört SEO zum Suchmaschinenmarketing („SEM“; engl. Search Engine Marketing).

Durch die Suchmaschinenoptimierung sollen Webinhalte von Suchmaschinen „indexiert“ und zu relevanten Keywords entsprechend der Suchintension auffindbar gemacht werden. Dazu zählen alle Maßnahmen, die helfen, dass die Internetseiten im organischen (unbezahlten) Suchmaschinenranking weit oben positioniert werden. Neben der Positionierung muss die Suchergebnisdarstellung zur Suchintension des Nutzers passen und entsprechend relevant in den Suchergebnislisten (Abk. „SERP“; engl. Search Engine Response Page) erscheinen.

Was ist das das „Tatmotiv“? Welche Ziele verfolgt „SEO“?

Die Suchmaschinenoptimierung zielt zum einen auf ein besseres Ranking in den Suchergebnissen des Internetnutzers und somit auf eine höhere Reichweite – in unserem Fall die Reichweite des potentiellen Kunden. Zum anderen soll das Suchergebnis zur Suchintension und den Keywords passen, so dass der potentielle Kunde auch darauf klickt. Dadurch kommen mehr Internetuser auf Ihre Website und erhöhen den Traffic. Ist die Webpräsenz optimal auf Ihre Zielgruppe und deren Verhalten abgestimmt, erhöhen sich je nach Ihrer Zielstellung beispielsweise die Conversions im Online-Shop oder die Leads durch Newsletter-Abonnements.

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Welche SEO-Bereiche gibt es?

Bei der Suchmaschinenoptimierung können die „Untersuchungsmaßnahmen“ grob in folgende Bereiche unterschieden werden:

Onpage-Optimierung

Hierzu zählen alle Maßnahmen, die direkt auf der Webseite durchgeführt werden. Dadurch soll der Inhalt, die Struktur und natürlich die technologischen Aspekte verbessert werden.

Off-Page Optimierung

Wie der Name schon sagt, werden hier Optimierungen umgesetzt, die außerhalb der Webseite liegen. Dazu gehört beispielsweise externes Linkbuilding mit Fokus auf der Steigerung des Images und der Vertrauenswürdigkeit.

Der Fall „SEO“ wird aufgerollt

Zücken Sie Ihre Lupe, „Sherlock Holmes“, denn jetzt wird Ihre Internetpräsenz unter die Lupe genommen.

Da Google von 90 Prozent der Internetuser in Deutschland als Suchmaschine genutzt wird, gehen wir hier bei der Suchmaschinenoptimierung auf die Optimierungskriterien von Google ein.

Google will seinen Nutzern die bestmöglichen Ergebnisse liefern. Daher wird stets analysiert, wie der Nutzer agiert und was er sucht. Welche Intension steckt dahinter, was bedeutet dieser oder diese Begriffe, wie soll die Anfrage interpretiert werden? 

Aus diesem Grund werden von Google regelmäßig neue Updates implementiert, um dem Nutzer passgenaue Ergebnisse zu liefern. Bestimmt haben Sie schon vom Panda-, Pinguin-, Hummingbird- oder Fred-Update gehört. Das sind sehr schöne Bezeichnungen, die es allerdings in sich haben. Entsprechend diesen Updates müssen Sie auch bei der Suchmaschinenoptimierung Anpassungen auf Ihrer Website vornehmen, um entsprechend gerankt beziehungsweise nicht von Google abgestraft zu werden. Was Sie dazu tun können, erfahren Sie jetzt.

Keywords und die Frage nach dem Alibi

Durch die Eingabe von Suchbegriffen (Keywords) erhält Ihr potentieller Kunde Ergebnisse von Google. In diesen Ergebnissen wollen Sie ganz oben dabei sein, damit Sie gesehen und geklickt werden. Um gefunden zu werden, müssen Ihre Keywords mit denen Ihrer Zielgruppe übereinstimmen. Stellen Sie sich nun die Frage, welche Keywords die Zielgruppe eingeben könnte. Bedenken Sie dabei, dass Ihre Zielgruppe nach der Lösung eines bestimmten Problems in Form einer Information oder eines Produkts/einer Dienstleistung sucht. Daraus können Sie Schlüsse ziehen, welche Keywords Sie benötigen. Behalten Sie stets die Frage im Hinterkopf, mit welcher Intention gesucht wird! 

Hilfreich ist auch ein Blick auf die Websites Ihrer Wettbewerber, gerade wenn diese höher im Ranking stehen und Ihre Kunden abgreifen. Hier stellt sich die Frage: Warum sind Ihre Kunden dort und nicht auf Ihrer Seite?

Um das herauszufinden, analysieren Sie deren Seiten und machen Sie sich ein Bild, welche Keywords und Inhalte sie verwenden.

Diverse Keyword-Tools helfen Ihnen bei der Analyse nach dem Suchvolumen, also wie oft in einem bestimmten Zeitraum dieses Keyword gesucht wurde. Zur Keyword-Recherche empfiehlt sich der Google Keyword-Planer, der Ihnen Aufschluss über Suchvolumen, Wettbewerb und Kosten gibt. Die Keyword-Recherche und die damit verbundene Optimierung sollten Sie regelmäßig durchführen, um Ihre Website den dynamischen Änderungen im Suchverhalten anzupassen – und um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Auch diese wird sich entsprechend den Bedürfnissen/Suchanfragen der Kunden anpassen. Also, seien Sie stets wachsam!

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Indizien zur Identifizierung: Tags, Description & Snippets

Ihre relevanten Keywords haben Sie nun ausfindig gemacht. Nun müssen diese auch vernünftig platziert werden, dass Google Sie findet.

Keywords in der Adresse

Verwenden Sie Ihre Keywords themen- und strukturgerecht in den URLs. Eine lange URL aus einem Zahlen- und Zeichen-Wirrwarr machen nicht nur Sie, sondern auch die Suchmaschine konfus. Schließlich geben die User „Suchbegriffe“ und kein Zeichendurcheinander ein.

Zum Beispiel:
muster-seo.de/seo/sichtbarkeit-im-internet
muster-shop.de/damen/jacken/lederjacken-biker-stil
 

Title-Tag, Meta-Description und ALT-Text: Zeige wer du bist

Versehen Sie Ihre Seiten mit Title-Tags (Seiten-Titel) und Meta-Descriptions. Dabei wird die Meta-Description oft als Snippet-Text in der Suchergebnisliste angezeigt. Integrierte Bilder können Sie mit einem ALT-Text, also einer Bildbeschriftung versehen.

Bildbeschriftungen sollten mit Keywords versehen werden und direkt den Mehrwert ansprechen, den der Nutzer auf Ihrer Seite erwartet. Aber Vorsicht: Kein Keywordstuffing! Unter Keywordstuffing versteht man eine hohe Anhäufung eines Begriffs. Google mag es gar nicht, wenn man bei SEO schummelt. Daher bitte ganz natürlich für Menschen schreiben. Schreiben Sie in der Meta-Description kurz und knackig, um was es geht und wie der Nutzer davon profitiert.

Damit kommen wir schon zum Aspekt, um den sich die Google-Updates in den letzten Jahren drehten und die SEO-Welt teilweise auf den Kopf stellten.

Content is king – Hoch lebe der König!

Beim Content Marketing dreht sich alles um einzigartigen Content, der dem User einen echten Mehrwert bietet. Wie Sie wissen will Google dem Suchenden optimale Ergebnisse liefern, so dass dieser zufrieden ist. Dies beinhaltet, qualitativ hochwertige Webseiten mit starkem Content anzubieten – ohne Keywordstuffing und ohne Duplicate Content. Wenn Sie bis dato einfach den Text des Herstellers kopiert haben, sollten Sie unbedingt einen eigenen Text verfassen, der Ihre Kunden und damit Google überzeugt.

Ein strukturierter Text mit Überschrift und Zwischenüberschriften, Auflistungen mit Bullet Points und Hervorhebungen macht es leichter, den Text zu lesen und zeugt von hoher Nutzerfreundlichkeit, die Google liebt.

Dadurch werden Sie schon bald mit einer höheren Sichtbarkeit in der Suchmaschine belohnt werden.

Der Fall nimmt Fahrt auf: PageSpeed

Lange Wartezeiten sind zermürbend und führen zu einer hohen Abbruchquote (Bounce Rate) und damit verbundenen Verlusten an Conversions. Wenn Ihr Online-Shop lange laden muss, wird der Nutzer ungeduldig und bricht mitten im Kaufprozess ab. Das ist sehr ärgerlich. Um dies zu umgehen sollten Sie darauf achten, dass Ihre Seite eine optimale Ladezeit aufweist und Sie glückliche Nutzer generieren. Sind die Nutzer glücklich, ist es Google auch. Über das Online-Tool PageSpeed Insight können Sie Ihre Seite testen.

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Mit guten Absichten – Nutzerfreundlichkeit

Das Ziel Ihrer SEO-Maßnahmen ist es, Sichtbarkeit durch ein höheres Ranking zu erreichen und mehr Traffic und Conversions zu generieren. Dazu muss sich der potentielle Kunde auf Ihrer Website zurechtfinden, aufgehoben fühlen und mit interessanten Inhalten angespielt werden.

Zur Nutzerfreundlichkeit gehört auch eine hervorragende Informationsstruktur, durch die der User mit wenigen Klicks zu seinem anvisierten Inhalt kommt. Sorgen Sie für eine möglichst flache Navigations-Hierarchie und eine intuitive Handhabung der Seite.

Durch die steigende Nutzung von Smartphones gehen immer mehr Menschen mobil ins Internet. Google hat auf diesen Trend reagiert und belohnt diejenigen, die ihre Seite responsive, also mobile-affin gestalten. Denken Sie also bei Ihren SEO-Maßnahmen daran: Mobile first!

Auch hier ist es ratsam einen Blick auf die Konkurrenz-Seiten zu werfen. Wie ist hier die Nutzerführung? Wie sind die Seiten aufgebaut? Welche Bildsprache wird verwendet? Wie wird der Kunde angesprochen. Behalten Sie stets den Blickwinkel Ihres Kunden, wie er Ihre Seite sieht und mit ihr interagiert. So erhalten Sie Hinweise, wie Sie den Weg zur Lead- und Conversion-Generierung optimieren können.

SEO Auffindbarkeit, Conversions, Leads© Olivier Le Moal / Shutterstock.com

Keine Gewissensbisse: SSL-Verschlüsselung

Die Anzeige „Die Verbindung zu dieser Website ist nicht sicher“ kommt einem „Betreten verboten“-Schild gleich. Damit Sie bei Google als sichere Seiten deklariert werden, benötigen Sie eine SSL-Zertifizierung. Eine SSL-Verschlüsselung erkennen Sie an dem bekannten https://.

Mehr Infos zur „SSL-Verschlüsselung“ erhalten Sie hier.

Sichtbarkeit im Internet – Kunden jagen keine Phantome

Um die Sichtbarkeit messen zu können gibt es Tools von SISTRIX oder Searchmetrics. Diese SEO-Tools verwenden zur Berechnung des Sichtbarkeitsindexes/der SEO-Visibility folgende Daten:

  • die Anzahl der Keywords
  • das Suchvolumen der Keywords
  • die Rankingpositionen, die mit diesen Keywords erreicht werden

An dieser Stelle sehen Sie, wie wichtig es ist, eine ordentliche Keyword-Recherche und -Analyse im ersten Schritt durchzuführen. Die Keywords werden Sie stets begleiten und müssen bei Bedarf optimiert werden.

Indexierung: Wen Google nicht kennt…

Stellen Sie sicher, dass Ihre Seiten indexierbar sind, dass sie von den sogenannten Crawlern erfasst und bei Google gelistet werden können. Wenn im Meta-Tag „Noindex“ steht, wird die Seite auch nicht indexiert. Über das Analyse-Tool Google Search Console können Sie sehen, wie viele URLs pro Tag von Google gecrawlt wurden. Ebenso sehen Sie, wie viele URLs im Index gelistet sind.

Gute Backlinks – Der gute Ruf eilt Ihnen voraus!

Sind Sie auf Xing oder Facebook aktiv? Was denken Sie, wenn jemand in seinem Netzwerk sehr gute Kontakte verzeichnen kann? Genau. Da hat jemand eine sehr gute Visitenkarte und Reputation. Genauso funktioniert es mit den Backlinks. Wenn Sie hervorragenden Content haben und andere Seiten auf Sie verlinken, bedeutet dies für Google, dass Sie wichtig sind und einen guten Ruf genießen, denn sonst würde niemand genau auf diesen Content verlinken. Das heißt auch, dass Sie für die User relevant sind und anscheinend einen echten Mehrwert bieten. Da Google seine Nutzer glücklich machen will, werden Sie aufgrund Ihrer Relevanz mit einem höheren Ranking belohnt.

Auch hier gilt: Qualität vor Quantität. Es kann verführerisch sein, viele Links hinzuzukaufen, aber einen unnatürlicher Linkaufbau erkennt Google sehr schnell – und schummeln wird nicht anerkannt. Trinken Sie daher eine Tasse Tee Sherlock und mit etwas Geduld werden Sie sehen, dass Qualität belohnt wird.

Fazit

Durch stetige Optimierung und gutes Monitoring lösen Sie Ihren Fall „SEO“. Da Suchmaschinen- und Keyword-Optimierung durch die Dynamik des Internets und der User (Kunden) immer neue Voraussetzungen schaffen, ist dies ein stetiger Prozess. Doch Sie werden sehen, dass sich der Aufwand lohnt. Mit einer besseren digitalen Sichtbarkeit, gutem Ranking bei Google, werden sich auch bald eine Steigerung des Traffics und Klickzahlen bemerkbar machen. Sie werden sehen, dass bei guten Keywords, einzigartigem Content und optimierter Usability auch die Lead- und Conversion-Generierung nicht lange auf sich warten lassen.

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