Vadira Blog

"Stolz wie Oskar" auf die Nominierung für den "Radio-Oscar"

Vadira, 23.09.20 10:00

RPR1.-Podcast „Corona-Kompass“ konkurrierte um den Deutschen Radiopreis

Schon die Nominierung für den Deutschen Radiopreis zählt als Ritterschlag in der Audiobranche, denn es gilt, die zehn besten Radiomacher des Landes zu küren. Deshalb war der Jubel bei RPR1. groß, als die Moderatoren Jens Baumgart und John Seegert für ihren täglichen „RPR1.-Corona-Kompass“ in der Kategorie „Bestes Nachrichten- und Informationsformat“ für den Deutschen Radiopreis nominiert wurden – auch wenn es bei quantitativ und qualitativ großer Konkurrenz letztendlich nicht für einen „Oscar des Radios“ reichte.

Deutscher Radiopreis RPR1. Corona Kompass Jens Baumgart und Johne SeegertFoto: Deutscher Radiopreis

Die Veranstaltung fand ganz bewusst trotz Corona statt, die Organisatoren wollten auch die großartigen Leistungen würdigen, mit denen die Radiosender ihre Hörer durch die Krise begleiten.

RPR1. konkurrierte bei der elften Verleihung des Deutschen Radiopreises am 10. September dieses Jahres in Hamburg unter der Moderation von Barbara Schöneberger mit drei Formaten öffentlich-rechtlicher Sender. Den Preis, überreicht von Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens, gewann schließlich der Bayerische Rundfunk.

Deutscher Radiopreis Dirk Steffens Jens Baumgart Johne SeegertFoto: Jens Baumgart & John Seegert zusammen mit dem Laudator für unsere Kategorie "bestes Nachrichten- und Informationsformat", Moderator Dirk Steffens

Der Beitrag von RPR1. passte thematisch gut zur Corona-gerechten Verleihung in diesem Jahr: „Ohne Gala, ohne Gäste, aber als ganz besondere und prominent besetzte Live-Show mit Abstandsregeln und Hygieneauflagen“, wie der Veranstalter verlauten ließ. Die Finalisten waren in zehn unterschiedlichen Kategorien nominiert. Bei 432 Einsendungen von 138 Radioprogrammen hatte die unabhängige Jury des Grimme-Instituts die Qual der Wahl.

Der Deutsche Radiopreis wurde von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern gemeinsam ins Leben gerufen. Stifter des – undotierten – Deutschen Radiopreises sind die Hörfunkprogramme der ARD, Deutschlandradio und die privaten Radiosender in Deutschland. Die Preisverleihung 2020 wurde von mehr als 50 deutschen Radiosendern on Air und im Internet live übertragen.

Bei RPR1. ist man „stolz wie Oskar“ auf die Kollegen Jens Baumgart und John Seegert und erinnert daran, dass Baumgart für den Deutschen Radiopreis in der Kategorie „Bestes Nachrichtenformat“, zusammen mit Patrik Buchmüller, schon im Jahr 2012 nicht nur nominiert gewesen war, sondern ihn damals auch einheimste – für die Moderation der RPR1.-Sendung „Der Tag in Rheinland-Pfalz“. Damals war RPR1. attestiert worden, mit hörernaher Sprache und kompetenter Moderation ein Musterbeispiel für ein von Professionalität und Engagement getragenes Nachrichtenformat zu präsentieren.

Der Berliner Virologe Christian Drosten, der in diesem Jahr mit einem Sonderpreis für seinen Corona-Podcast ausgezeichnet wurde, zeigte sich begeistert von dem Format der Ludwigshafener Radiomacher. Er unterstrich die Bedeutung des Radios als Informationsüberbringer. Die Schauspielerin Ulrike Folkerts, die unter anderem die Ludwigshafener „Tatort“-Kommissarin Lena Odenthal spielt und beim Deutschen Radiopreis 2020 die Auszeichnung in der Kategorie „Beste Comedy“ überreichte, lobte, „dass in schweren Corona-Zeiten Radio gemacht wird, wo gelacht wird“.

Deutscher Radiopreis Virologe Christian Drosten, John Seegert, Jens BaumgartFoto: Jens Baumgart & John Seegert zusammen mit Virologe Prof. Christian Drosten

Der tägliche „RPR1.-Corona-Kompass“ ist ein Podcast und gerade in diesem Format für die RPR1.-Verantwortlichen exemplarisch für Seriosität und investigativen Journalismus. In jeder Ausgabe werden etwa die tagesaktuellen Infektionszahlen aus dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium aufgegriffen. Es wird erklärt, wie hoch der Anstieg der mit Corona Infizierten im Vergleich zum Vortag ist, welche Landkreise besonders betroffen sind, ob es sogenannte Hotspots gibt und welche Maßnahmen bei der Bekämpfung der Pandemie aktuell gelten. All diese Informationen gilt es „aufzudröseln“ und den Hörern verständlich und glaubhaft zu vermitteln, ohne Panik zu verbreiten.

Moderator John Seegert moderiert täglich das Info-Magazin „Der Tag in Rheinland-Pfalz“ bei RPR1. Auch dort werden die Menschen kontinuierlich auf den neuen Stand in Sachen Corona gebracht. Die Antwort auf die Frage, warum es dennoch eines zusätzlichen „Corona-Kompasses“ im Podcast-Format gebraucht habe, fällt ihm und RPR1.-Info-Chef Jens Baumgart nicht schwer: Es gebe so viele neue Entwicklungen, Fakten und bewegende Geschichten zu diesem Thema, sodass dieses Material in all seiner Fülle im alltäglichen Radioprogramm gar nicht untergebracht werden könne. Zumal RPR1. auch ein Unterhaltungsmedium sei. Deshalb sei die Idee geboren worden, mit einem Podcast die Menschen, die sich besonders für das Thema Corona interessieren, umfassender als in der Hektik des Tages und in der Kürze der Zeit möglich zu informieren.

Das Wort Podcast ist ein Kofferwort: „Cast“ steht für Broadcast, „Pod“ ist ein Kunstwort, abgeleitet von „play on demand“ (Spielen auf Abruf). Ein Podcast ist eine Audio- oder Videodatei bzw. eine Serie von Audio- oder Videodateien zu einem bestimmten Thema und steht online bereit. Die Hörer können den Podcast abonnieren und die Beiträge downloaden.

Deutscher Radiopreis - Ulrike Folkerts aus dem Tatort Ludwigshafen mit John Seegert und Jens BaumgartFoto: Jens Baumgart & John Seegert zusammen mit der Schauspielerin Ulrike Folkerts, bekannt als Lena Odenthal aus dem Ludwigshafener "Tatort"

In diesem Format liegen für Seegert und Baumgart viele Vorteile: Man kann es auf dem Smartphone oder Tablet oder Notebook immer, überall und so oft man will anhören, völlig unabhängig von Sendezeiten, sei es beim Kochen, auf dem Weg zur Arbeit, ganz konzentriert am Schreibtisch oder chillend auf dem Liegestuhl im Garten. Und selbstverständlich ist das Zeitbudget, das den Radiomachern zur Verfügung steht, mit einem Podcast ungleich größer als in einer Nachrichtensendung. Im Podcast-Format können etwa Interviews in voller Länge ausgestrahlt, viele unterschiedliche Aspekte erörtert und Sichtweisen deutlich gemacht und eine Menge spannender Geschichten erzählt werden.

Eine Geschichte etwa handelte vom Inhaber einer „Pizzeria Corona“, die im Podcast „RPR1.-Corona-Kompass“ ausführlich aufgegriffen wurde und hier kurz und knapp wie folgt zusammengefasst werden kann: Der Mann war doppelt gebeutelt.

Es ging im RPR1.-Corona-Kompass nicht darum, nackte Zahlen vorm Mikrofon aufzusagen, sondern die Schicksale der Menschen zu beleuchten, die nun schon seit Monaten mit den Auswirkungen einer Krise zu kämpfen haben, die laut Bundeskanzlerin Merkel die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg ist. „Selbstverständlich werden wir als Radiomacher weiterhin unserer Verantwortung für seriöse Informationen gerecht werden“, betonen die RPR1.-Verantwortlichen. Ebenso klar ist, dass die Jury des Deutschen Radiopreises im nächsten Jahr wieder mit RPR1. rechnen muss: „Die diesjährige Nominierung war ein weiterer Ansporn.“

Kontakt zu Vadira aufnehmen

:PodcastAudio
Diesen Artikel weiterempfehlen
Neuer Call-to-Action