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Persönlichkeitstests bei der Auswahl der Auszubildenden

Maren Deringer-Littau, 19.06.20 10:00

Wie hilfreich ist die Erfassung von Soft Skills?

Unternehmen in Deutschland treffen bei der Besetzung von Ausbildungsstellen millionenfach Auswahlentscheidungen. Um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und Auszubildende möglichst lange im Unternehmen zu halten, sollten Personaler ein besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Azubis legen.

Jahrelang waren die besten Schulnoten das maßgebliche Kriterium. Dieser Trend verschiebt sich jedoch, die Soft Skills der Bewerber rücken immer mehr in den Vordergrund. Soft Skills, auch weiche Faktoren genannt, sind außerfachliche Qualifikationen, im weitesten Sinn persönliche, soziale und methodische Kompetenzen. Um über die fachlichen Fähigkeiten (Hard Skills) hinaus weitere Informationen zu bekommen, werden Persönlichkeitstests von ALPHA-TEST immer beliebter. Wir zeigen, welche Vorteile solche Tests bei der Auswahl von Azubis bieten können.

Veränderung des Ausbildungsmarktes

Lange wurde nach der Devise gesucht: Welche*r Bewerber*in ist am besten? Gerade bei jungen Leuten kann das Schulzeugnis Anhaltspunkte zu den Fähigkeiten der Bewerber*innen liefern und zu einer Entscheidungsfindung beitragen. Doch auch persönliche, soziale und methodische Kompetenzen gehören mittlerweile zu den unabdingbaren Qualifikationen bei der Auswahlentscheidung, denn für Unternehmen und die Bewerber*innen ist es von fundamentalem Interesse, den passenden „Match“ für eine Ausbildung zu finden. Denn was bringt ein guter Job, wenn man sich im Unternehmen nicht wohlfühlt?

Der Trend zur Beachtung der Soft Skills lässt sich auch in Stellenanzeigen ablesen. Unternehmen suchen Bewerber*innen, die etwa kontaktfreudig, leistungsmotiviert, flexibel und teamorientiert sind. Das bedeutet: Nicht nur die fachlichen Fähigkeiten, sondern auch die außerfachlichen Kompetenzen müssen stimmen. Die Beurteilung der Persönlichkeit jedoch kann Personaler*innen vor zusätzliche Herausforderungen stellen – vor allem dann, wenn Bewertungen möglichst objektiv gestaltet werden sollen. Heinke Steiner, Gründerin der alpha-test GmbH – einem Spezialanbieter für Online-Assessments –, kennt sich mit diesem Dilemma aus. Sie rät ihren Kunden, in den Bewerbungsprozess einen Persönlichkeitstest zu integrieren. Neben Fach- und Leistungstests könnten Persönlichkeitstests im Kontext weitere entscheidende Informationen liefern und so ihre Nützlichkeit im Bewerbungsprozess erst richtig entfalten.

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Successful smiling young male job applicant holding a blue file with his curriculum vitae posing in front of his new work colleagues or business teamFoto: Shutterstock / ESB Professional

Was sagt ein Persönlichkeitstest aus?

Die Persönlichkeit wird erwiesenermaßen in nahezu allen betrieblichen Auswahlsituationen beurteilt. Es stellt sich lediglich die Frage, welche Methoden verwendet werden und wie objektiv diese sind. Heinke Steiner von ALPHA-TEST betont, dass einer der Hauptgründe für Persönlichkeitstests die Objektivierung der Eindrücke von den Bewerber*innen ist. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass Personaler*innen ihrer subjektiven Einschätzung gerne eine unabhängige Meinung gegenüberstellen wollen, um Informationen aus dem Lebenslauf oder anderen Einstellungstests zu bestätigen oder zusätzliche Informationen zu erhalten.

Eigenschaften wie Belastbarkeit, Leistungsmotivation, Teamfähigkeit und Offenheit sind für viele Unternehmen Standard-Soft Skills, die neue Azubis mitbringen sollten. Dabei können verschiedene Arten von Persönlichkeitstests, die im Testkatalog von ALPHA-TEST zu finden sind, helfen, die Persönlichkeitsfacetten eines*r Bewerbers*in transparenter zu machen. Die Teilnehmenden eines Persönlichkeitstests bewerten auf einer Antwortskala , inwieweit Aussagen auf sie zutreffen. Dabei werden je nach Persönlichkeitstest verschiedene Persönlichkeitsdimensionen erfasst. In der heutigen Psychologie gelten die „Big-Five“-Dimensionen als die fünf Merkmale der Persönlichkeit eines Menschen: Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und emotionale Stabilität.

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Metastudien haben gezeigt, dass sich mit Persönlichkeitstests wesentliche Vorhersagen mit Blick auf die Ausbildungsleistung treffen lassen. Sie können daher dazu beitragen, Azubis passend für das Unternehmen auszuwählen.

Vorteile von Persönlichkeitstests

Kunden von ALPHA-TEST berichten, dass der Einsatz von Persönlichkeitstest in den Online-Assessment-Verfahren auf hohe Akzeptanz bei den Teilnehmer*innen trifft. Den jungen Generationen ist es wichtig, nicht nur nach ihren fachlichen Leistungen beurteilt zu werden. Sie wollen, dass auch persönliche Facetten miteinbezogen werden. Bei Persönlichkeitstests gibt es keine falschen Antworten, die Probanden werden nach ihrer persönlichen Einschätzung und Selbstreflektion gefragt – daher werden Persönlichkeitstests meist als positiv erlebt.

Dennoch muss im Hinterkopf behalten werden, dass Persönlichkeitstests nicht als alleiniges Entscheidungskriterium dienen sollen oder können. Sie sind eine gute Grundlage, um Interviewgespräche vorzubereiten und auf Kandidat*innen einzugehen. Der richtige Einsatz bedeutet daher eine Zeitersparnis im Umgang mit Bewerber*innen. Die Ergebnisse helfen auch, die Bewerber*innen untereinander vergleichbarer zu machen und im Interview gezieltere Fragen zu stellen.

Den Einsatz von Persönlichkeitstests im Personalmanagement völlig auszuschließen, wäre fatal, denn Informationen gingen verloren und Ausbildungsplätze würden nicht optimal besetzt. Das kann in der Folge zu einer hohen Abbruchquote bei den Auszubildenden führen – und zu immensen Kosten für das Unternehmen. Der richtige „Match“ bei der Ausbildung ist somit für beide Seiten hilfreich und wichtig.

Bei Interesse schauen Sie doch auf unserer Homepage nach und melden Sie sich, wenn Sie mehr Informationen wünschen. Wir bei ALPHA-TEST beraten Sie gerne!

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