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Neue Kunden gewinnen mit Webradio

Vadira, 04.06.20 10:00

Das Internetradio ist eine Chance zur lokalen und regionalen Ansprache klar definierter Zielgruppen

„Das Webradio ist ein Produkt, das gerade für den Mittelstand Sinn macht“, davon ist Andy Abel überzeugt. Er leitet die Abteilung Digital der RPR-Unternehmensgruppe, zu der auch RPR1., bigFM, RadioCom, Radio Regenbogen und die Digital Unit „Vadira“ gehören. Die Anfragen zu Digitalbelangen seien intern, aber auch unter den Kunden zuletzt sehr gestiegen – für Abel ein Grund, ein Online-Seminar zum Thema Webradio auf die Beine zu stellen. Einen speziellen Fokus setzte er dabei auf das Thema Neukundengewinnung.

Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

„Das Webradio ist ein sehr dynamisches Produkt, das zwar relativ neu am Markt ist, aber gerade in den letzten anderthalb Jahren eine kleine Renaissance erlebt hat“, so Abel. Insbesondere Podcasting, wie auch die Ausrichtung auf Sprachsteuerung durch Hardware-Hersteller, wie z.B. Apple mit dem Betriebssystem iOS, hätten das bedingt. Dazu komme, dass das Radio ein Massenmedium sei, dem die Menschen vertrauen. Das hat sich gerade in der Corona-Pandemie wieder bewiesen – ein Wort, das Abel nicht aussprechen wollte und deshalb von der „C-Wort-Krise“ sprach. Das Radio sei eines der Medien, die höchste Glaubwürdigkeit genießen und „dann auch einfach gehört wird“. Und zwar nicht nur auf den klassischen UKW-Geräten, sondern auch über Apps, Google Menü , Alexa, radioplayer.de, radio.de und vieles mehr. Es werde auch unterwegs konsumiert, aber nicht nur im Auto. „Das hat dazu geführt, dass die Reichweiten sich sehr stark entwickelt haben. Und das wiederum dazu, dass es nun Sinn macht, lokal und regional mit Webradio zu werben, weil man in verschiedenen Segmenten und Zielgruppen eine tolle Reichweite hat – und das zu einem super Preis.“

Was macht Radio im Internet eigentlich so spannend?

Die Webradiosender der RPR-Unternehmensgruppe bieten über 75 Webradio-Channel in ihrem Netzwerk, „denn vielleicht möchte jemand nicht nur den Hauptkanal bigFM hören, sondern interessiert sich mehr für Hip-Hop … oder bei RPR für Oldies, Rock oder Classic Rock. Man hat festgestellt, dass die verschiedensten Zielgruppen ganz unterschiedliche Musik hören“, betont Abel. Anders als angenommen sei es nicht so, dass die Jüngeren zwingend Hip-Hop hörten und die Älteren Oldies, sondern das habe sich sehr vermischt. Daraus folgt sein Tipp für Werbetreibende: „Gucken Sie weniger nach Genre, sondern fragen sie sich, wo befinden sich Ihre Zielgruppen, und wie erreiche ich die?“

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Neue Kunden gewinnen mit Webradio WerbungFoto: Unsplash

Aktive Hörer im Webradio

Die Hörer von Web-Only-Channels suchten sich ihren Stream gezielt aus, träfen also bewusste Entscheidungen und teilten so viel über ihre Vorlieben und Interessen mit, die die unterschiedlichen Kanäle charakterisiere. Das mache bei der Werbung eine fokussierte Ansprache für eine klar definierte Zielgruppe möglich – mit der Folge, dass Werbung nicht nerve. Digitalexperte Abel machte während des Online-Seminars deutlich, dass sich gezielte Werbung im Internetradio, wie das Webradio auch genannt wird, und die klassische Werbung auf UKW mit deren medialer Breitenwirkung nicht ausschließen. Es sei vielmehr eine sinnvolle Ergänzung zur herkömmlichen Werbung mit ihrem „medialen Grundrauschen“. Die Grundregel eines Werbespots bleibe aber die gleiche: Kenne Dein Produkt und Deine Kunden.

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Werbung erreicht die Richtigen

Die über 75 zielgruppenspezifischen Webradio-Channels im RPR-Netzwerk bieten zusammen 7,7 Millionen Sessions pro Monat. Als Session wird eine durchgängige Hördauer von mindestens 60 Sekunden bezeichnet. Das seien Segmentkanäle für unterschiedliche Zielgruppen mit differenzierten Profilen und Interessen, so der Radioexperte. „Auf diesen Kanälen kann punktgenau um neue Kunden geworben werden. Für Unternehmen, die nur in ihrem lokalen oder regionalen Einzugsgebiet werben möchten, ist es möglich, bestimmte Postleitzahlengebiete auszuwählen – je nach Definition der Reichweite eines Unternehmens“, so Abel. „Geo-Marketing“ heißt das in der Fachsprache. Eine zielgerichtete Ansprache ist mit unterschiedlichen Hörer-IDs möglich, erläuterte Abel während des 30-minütigen Online-Seminars, das von Vadira, den Digitalexperten der RPR-Unternehmensgruppe, veranstaltet wurde.

Fußabdrücke in Segmentkanälen

Als beispielhafte Identitätsmerkmale beziehungsweise soziodemografische Merkmale nannte Digitalchef Abel das Haushalts-Nettoeinkommen (HHNE), das Alter, das Geschlecht, den Beruf oder bestimmte Interessen. Diese „Fußabdrücke“, die die Hörer von Segmentkanälen hinterlassen, ermöglichen ein zielgerichtetes Marketing mit weniger Streuverlusten als auf den großräumigen UKW-Frequenzen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen mit begrenztem Einzugsgebiet und ebenso begrenztem Werbebudget sei das von großem Interesse bei der Kundenakquise. Als Beispiele für Webradio-Werbung präsentierte er ein Brautmodengeschäft in Frankenthal, einen Fahrradladen in Wiesbaden, eine Autohausgruppe mit mehreren Standorten wie auch einen mobilen Pflegedienst in Zweibrücken. Die zielgruppenorientierte Werbung im Webradio könne auch Bestandteil von Cross Media Marketing sein, sprich: einer Vermarktung auf unterschiedlichen Kanälen.

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Werbung im Webradio erzielt hohe Aufmerksamkeit

Erfahrungen mit Webradio-Werbung zeigen nach Abels Darstellung, dass die Durchhörrate der gestreamten Werbespots 91 Prozent betrage, die Zielgruppengenauigkeit bei 90 Prozent liege und die Aufmerksamkeit für Spots bei 87 Prozent. Die Messbarkeit beträgt sogar 100 Prozent. Wegen seiner hohen Reichweitenzuwächse sei Radio im Internet außerordentlich interessant. Es sei auf fast allen Endgeräten zu empfangen und erreiche die Menschen deshalb nahezu überall.

Unterschiedliche Werbeformate für Werbebotschaften

Um Werbebotschaften ohne großen Streuverlust zu übermitteln, gibt es laut Andy Abel unterschiedliche Werbeformate: Pre-Stream, In-Stream und Audio+Display-Ad. Mit dem Pre-Stream werden die Hörer in dem Moment erreicht, wenn sie den Channel auswählen und prüfen, ob der Stream startet; hier ist ihre Aufmerksamkeit besonders hoch. Der In-Stream-Spot läuft zwischen zwei Musiktiteln. Audio+Display-Ad kommt ins Spiel, wenn der Werbespot durch ein klickbares Angebot aus der Webradio-Seite ergänzt werden soll. „Webradio ist ein innovatives und kreatives Werbemedium, um neue Kunden zu gewinnen, besonders für den Mittelstand“, lautet das Fazit von Andy Abel.

Checkliste Webradio-Spot

:MarketingAudioWebradio
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