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Mit der Candidate Persona zum idealen Bewerber

Anabell Käfer, 13.08.19 10:00

Wir alle kennen sie aus dem Marketing: die „Buyer Persona“. Eine Person, die charakteristisch für die definierte Zielgruppe steht. Genau dieses Konzept lässt sich auch im Recruiting anwenden, um dem Wunschbewerber ein Gesicht zu geben und die Suche einzugrenzen. Die „Candidate Persona“ ist eine genaue Profilbeschreibung und stellt einen Ausschnitt aus einer größeren Zielgruppe dar. Sie verkörpert die charakteristischen Eigenschaften des idealen Bewerbers sowie die Einstellungen, Bedürfnisse, Anforderungen und Vorgehensweisen. Aus einem anonymen und undurchsichtigen Anforderungsprofil wird ein Mensch aus Fleisch und Blut, mit dem sich die Recruiter identifizieren können.

Blogpost_Candidate Personas_Kaefer© Unsplash / Jacek Dylag

Wie ist der Wunschbewerber?

Wenn eine Candidate Persona für eine bestehende Arbeitsstelle oder Abteilung erstellt wird, ist es natürlich am sinnvollsten, sich an den Mitarbeitern zu orientieren: Wie alt sind sie? Welche Voraussetzungen bringen sie mit? Wohnen sie mit Familie zusammen? Pendeln sie für den Job? Welche beruflichen und privaten Ziele verfolgen sie und welchen Lebenslauf haben sie? All diese Fragen werden durch die Candidate Persona beantwortet und geben Aufschluss über den Wunschbewerber.

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Wenn es hingegen um ein neues Stellenprofil geht, wird versucht, mit dem Kandidatenprofil die Anforderungen und Wünsche auf Unternehmensseite zu vereinen. Das wiederrum erleichtert die Formulierung der entsprechenden Stellenanzeige und optimiert den Bewerbungsprozess.

Je nachdem, wie viele Stellen zu besetzen sind, muss man eine oder mehrere Candidate Personas erstellen, die fachlich und persönlich unterschiedlich sein dürfen. Wichtig ist, dass sie unverwechselbare Merkmale aufweisen und sich klar von den anderen Profilen abgrenzen. Um die Candidate Persona genau skizzieren zu können, müssen folgende Punkte enthalten sein:

Personenbeschreibung:

  • Wie heißt die Candidate Persona?
  • Ist die Candidate Persona weiblich, männlich oder divers?
  • Wie alt ist sie?

Beziehungsstand:

  • Ist die Candidate Persona ledig oder in einer Beziehung?
  • Ist sie verheiratet und hat sie Kinder?

Wohnort und Wohnsituation:

  • Lebt die Candidate Persona in der Stadt oder auf dem Land? Woher kommt sie ursprünglich?
  • Lebt sie allein, in einer Wohngemeinschaft oder mit ihrer Familie zusammen?
  • Ist die Candidate Persona aufgrund ihres Wohnortes und des Arbeitsplatzes zum Pendeln bereit?

Bildungsstand:

  • Wie ist der Lebenslauf der Candidate Persona?
  • Welche Bildungsabschlüsse und zusätzlichen fachlichen Qualifikationen hat die Candidate Persona?
  • Ist die Candidate Persona frische/r Absolvent/in, berufserfahren oder Quereinsteiger/in?

Ziele:

  • Welche beruflichen und privaten Ziele verfolgt die Candidate Persona?

Hobbys:

  • Welche Hobbies hat die Candidate Persona?
  • Ist sie Teamplayer oder Einzelgänger?

Jobsuche:

  • Ist die Candidate Persona aktiv auf Jobsuche?

All das sind relevante Fragen, um dem optimalen Bewerber ein Erscheinungsbild sowie einen Charakter zu geben und ihn aus der Bewerbungsmasse schnellstmöglich herauszufiltern. Wichtig ist hierbei, dass alle Aspekte nur zusammen ein detailliertes Bild der Candidate Persona ergeben und nicht allein als Werkzeug zur Bewerbersuche fungieren. Die Candidate Persona kann anhand qualitativer Erfahrungswerte immer wieder angepasst und je nach Stelle, Beschäftigungsart und Dringlichkeit neu definiert werden.

Mit der Candidate Persona zum idealen Bewerber

© Unsplash / Alexandra Kirr

Mehr als Gold wert

Auch wenn die Erstellung einer Candidate Persona viel Zeit, Menschenkenntnis und kreative Gedanken in Anspruch nimmt, ist sie im Recruiting Gold wert. Sie spart Zeit und vermeidet personelle Fehlgriffe. Zum einen lassen sich so Stellenbeschreibung optimieren und an die wirkliche Zielgruppe anpassen, zum anderen können echte Jackpots unter den Bewerbern gefunden werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass so generierte neue Mitarbeiter nicht nur perfekt zu Stelle und Job, sondern auch zur Unternehmensphilosophie passen, ist beeindruckend hoch.

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