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Keywords: Grundlage zur Digitalen Sichtbarkeit

Eva Christina Boos, 14.03.19 10:00

„SEO-Kommunikation“ mit Google

Sind Sie ein kommunikationsfreudiger Mensch? Ich bezeichne mich als einen sehr kommunikativen Menschen, der gerne mit Leuten ins Gespräch kommt. Als ich neulich mit dem Zug unterwegs war, ist mir aufgefallen, dass die meisten Leute konzentriert auf ihr Smartphone blickend in den Zug eingestiegen sind und genauso wieder ausgestiegen sind. Was haben sie in ihr Smartphone eingegeben? Haben sie etwas gesucht? Haben sie auch gefunden, wonach sie gesucht haben?

Deshalb fand ich es spannend, einmal darzustellen, wie die Kommunikation zwischen Mensch und Internet, insbesondere mit der Suchmaschine Google, funktioniert.

  • Woher weiß Google, was der User sucht?
  • Was will der User wissen?
  • Wie kommen die Suchergebnisse auf eine Suchanfrage zustande?
  • Wie macht der User klar, was er von Google wissen möchte?
  • Wie versteht Google, um was es auf meiner Website geht?
  • Wie kann ich als Webseitenbetreiber bei Google sichtbar werden?

Die Antwort darauf lautet: Keywords!

Die sogenannten Keywords heißen übersetzt „Schlüsselbegriffe“. Das sind sie im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie sind der Schlüssel in der Kommunikation zwischen User und Google. Wie diese Kommunikation funktioniert, erfahren Sie im Folgenden.

Keywords SEO-Kommunikation User Google© Pixabay /TheDigitalArtist

SEO-Kommunikation

Kommunikation erfolgt in erster Linie über die Sprache, um sich mit dem Umfeld austauschen zu können.

Der Internetnutzer gibt sein Anliegen per Suchbegriffe (Keywords) in das Suchfeld von Google ein. Er muss im Vorfeld bereits überlegen, über welche Begriffe er zu den gewünschten Ergebnissen gelangen könnte. Durch die Eingabe des Keywords oder mehrere Keywords, erhält die Suchmaschine eine „Anfrage“. Google gleicht die eingegebenen Suchbegriffe mit den Keywords aus seiner Datenbank und den damit verknüpften indexierten Seiten ab. Dabei achtet der Google-Algorithmus genau auf die Keywords, die Semantik und die Relevanz hinsichtlich der gelisteten Seiten.

Nach dem Abgleich stellt Google seine Suchergebnisse auf der Suchergebnisseite (SERP; engl. Search Engine Result Page) dar. Diese Informationen werden vom Internetnutzer mit seiner Suchintension abgeglichen. Das heißt: Der User überlegt, ob die Suchergebnisse zu seinem Anliegen passen – oder ob er andere Suchbegriffe eingeben soll, damit Google seine Absicht besser versteht. Damit würde der Prozess wieder von vorne beginnen. Google muss also anhand der Keywords , den Suchbegriffen, verstehen, was der User mit der Anfrage erreichen möchte.

Im Prinzip kann man sagen, dass Keywords (Schlüsselbegriffe, Schlüsselwörter) der gemeinsame Nenner zur kommunikativen Verständigung sind. Doch was verbirgt sich hinter diesen Keywords?

Keywords SEO-Kommunikation© Unsplash/rawpixel

Was sind Keywords?

Unter Keywords versteht man Schlüsselwörter und sind die Grundlage des Suchmaschinenmarketings und der Suchmaschinenoptimierung. Diese sind nötig, damit die Suchmaschine eine Website für Suchanfragen einstufen kann. Damit die Suchmaschine wie beispielsweise Google immer bessere Ergebnisse anbieten kann, werden die Algorithmen regelmäßig verbessert, um die Relevanz von Webseiten zu ermitteln. Dementsprechend werden die Ergebnisse herausgefiltert und angezeigt. Dabei spielen die Keywords, sowie deren Synonyme auf der Webseite eine wichtige Rolle, denn letztlich sind sie einer der wichtigen Faktoren, an denen das Ranking der Seite festgelegt wird.

Intention – Was steckt hinter der Suchanfrage?

Das Ziel von Google ist, dem User die bestmöglichen Ergebnisse anzuzeigen. Dazu muss Google wie in jeder Kommunikation wissen, was die Intention der User ist. Geht es um eine Information oder um die Lösung eines Problems? Geht es um Kontaktdaten einer Firma oder den Download einer App? Oder will der Nutzer etwas kaufen?

Wie in der Kommunikation zwischen Menschen verwendet Google Wörter. Die sogenannten Keywords! Als Menschen haben wir den Vorteil, anhand der nonverbalen Kommunikation oder der Stimme zu erkennen, worum es geht. Die Suchmaschine kann dies lediglich auf Basis der eingegebenen Begriffe. Daher ist ausschlaggebend, „wie“ etwas angefragt wird.

Google Suchintention Keywords

 © Pixabay / PhotoMIX-Company

Google-Suchintentionen

Google analysiert die Suchanfrage und unterscheidet dabei vier Kategorien: Know, Do, Go, Buy.

1. Know / Information
Diese “I want to know moments” sind Informationsanfragen. Dies bedeutet, dass der User beispielsweise konkretes Wissen, Produktbewertungen, Preisvergleiche oder Anleitungen abfragt.

Beispiel: „Wie viele Oscars hat Julia Roberts gewonnen?“

2. Do / Aktion
Hier läuft die Anfrage auf eine Handlung hinaus. Es wird beispielsweise nach einer Anleitung, Rat oder Support gesucht.

Beispiel: „Wie backt man einen luftigen Biskuitboden?“

3. Go / Navigation
Bei den “I want to go moments”, den sogenannten “Navigationsanfragen”, wird gezielt nach einer bestimmten Webseite gesucht. Dabei werden Namen von Firmen, Marken oder sozialen Netzwerken direkt eingegeben. Besonders bei lokaler Suchmaschinenoptimierung sind diese Anfragen von Relevanz.

Beispiel: „Friseur Köln Deutz“

4. Buy / Shopping
Wie der Name schon sagt, geht es bei den “I want to buy moments” um eine Kaufabsicht. Hier werden konkrete Produkte und Absichten geäußert.

Beispiel: „iPhone 8 günstig kaufen“

Wie sich die Suchanfragen mittels Keywords zusammensetzen können und wann die entsprechenden Kombinationen sinnvoll sind, erfahren Sie bei den Keyword-Arten.

Keyword-Arten

  • Short-Tail
  • Long-Tail
  • Mid-Tail

Unter Short-Tail-Keywords versteht man “kurze” Schlüsselbegriffe, die nur aus ein bis zwei Wörtern bestehen. Es sind im Prinzip allgemeine Suchbegriffe wie „Hotel Köln“ oder „Suchmaschinenoptimierung“. Dadurch, dass sie eher allgemein sind und nicht näher spezifiziert, sind Short-Tail-Keywords auch in der Regel mit einem hohen Suchvolumen verbunden, womit ein höheres Ranking erschwert wird, da entsprechend Konkurrenz vorhanden ist.

Long-Tail-Keywords hingegen bestehen aus mehreren Schlüsselbegriffen. Sie gehen näher auf ein Thema ein, indem sie im Prinzip das allgemeine Keyword nochmal spezifizieren. Daher eigenen sich Long-Tail-Keywords ideal, um eine Nische zu bedienen. Durch die Spezifizierung ist das Suchvolumen geringer als bei Short-Tail-Keywords. Wenn jemand diese Suchbegriffe in der Google-Suche eingibt, weiß derjenige genau, wonach er sucht – und bezeugt ein konkretes Interesse an dem Thema oder Produkt.

Beispiele für Long-Tail-Keywords: „Sneakers Damen Nike Airmax grau“, „Hotels in Köln mit Schwimmbad und Wellness“, „SEO Onpage-Optimierung Keywords“.

Die Mid-Tail-Keywords sind eine Kombination aus Short- und Long-Tail Keywords. Wer nicht gerade eine spezielle Nische bedienen möchte, aber auch nicht auf die „Mainstream“-Keywords zurückgreifen möchte, für den sind die Mid-Tail-Keywords die richtige Wahl.

Beispiele: „Hotel Köln Innenstadt“ oder „Laufschuhe Damen schwarz“.

Semantik nicht vergessen!

Bei Latent-Semantic-Indexing-Keywords (kurz LSI-Keywords) sind semantisch passende Wortgruppen gemeint. Da Google dazulernt und für den Nutzer die möglichst relevantesten Suchergebnisse präsentieren will, werden semantische Wortgruppen gebildet. Wenn Sie etwa „italienische Rezepte“ suchen, könnten auch Ergebnisse wie Pasta-Rezepte, Antipasti, Gelati, Dolce oder die Dekoration für einen italienischen Abend dabei sein. Also alles, was zum Thema passen könnte.

Wir geben also unsere Anfrage in der Suchmaschine ein und bekommen nach dem aktuellen Google-Algorithmus relevante Suchergebnisse aufgelistet, die entsprechend „suchmaschinenoptimiert“ sind.

Verwendung von Keywords

Um die digitale Sichtbarkeit zu erhöhen und im sogenannten Page Rank auf der ersten Seite in den Google-Suchergebnislisten zu erscheinen, müssen die Keywords optimal positioniert sein. Sie sollten zum einen in der Meta-Description, im Text, im ALT-Text der Bilder, in den Dateinamen der Bilder, der jeweiligen URLs und im Seitentitel erscheinen. Dabei sollte auf ein zu häufiges Wiederholen desselben Keywords verzichtet werden. Denn sogenanntes „Keyword-Stuffing“ wird von Google mit einem schlechten Ranking abgestraft. Achten Sie darauf, dass Sie die Keywords „natürlich“ einsetzen.

Auch wenn Google eine „Maschine“ ist, hat das Unternehmen Google und somit die Menschen, die hinter der Suchmaschine arbeiten, das Bestreben, einen Service für Menschen anzubieten. Daher sollte die Kommunikation nicht für die Suchmaschine, sondern für den Suchmaschinennutzer optimiert sein. Schreiben Sie Ihre Texte für Ihre Zielgruppe, Ihre potentiellen Kunden – kurz gesagt für Menschen. Für Google brauchen Sie „nur“ die Keywords im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung an den richtigen Stellen zu positionieren. Mehr dazu erfahren Sie im Blogbeitrag „Der Fall SEO – Leads, Conversions und andere Verdächtige“.

Fazit

Die richtigen Schlüsselbegriffe öffnen Ihnen die Tür zu Ihrer Zielgruppe. Wenn die Keywords in Ihrer Webpräsenz mit dem Wortschatz Ihrer Zielgruppe übereinstimmen und diese im Rahmen der SEO-Maßnahmen optimal eingesetzt sind, wird sich Ihre digitale Sichtbarkeit erhöhen. So werden Sie schneller Teil der Kommunikation von Google mit Ihren potentiellen Kunden. Auch in der Interaktion zwischen Mensch und Suchmaschine heißt es nach wie vor „menschlich kommunizieren.

Weitere Blogbeiträge zu diesem Thema finden Sie hier:
Der Fall SEO - Leads, Conversions und andere Verdächtige
Google Ads - Gebotsstrategie, Budget und die große Auktion
Digitaler Marketing Trichter
Local SEO - Lokale Suchmaschinenoptimierung
Wie Sie von Google und Ihren Kunden besser gefunden werden

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