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Ist das Spam oder kann das weg?

Ann-Kathrin Zemann, 11.12.18 10:00

Warum Ihre E-Mails super sind und trotzdem nicht gelesen werden

Wir kennen es doch alle: Bei unserem Samstagsbummel durch die Stadt laufen wir Slalom um Menschen, die uns aufgeregt entgegenkommen und uns einen Flyer in die Hand drücken möchten. Meistens nehmen wir diesen sogar an. Nicht weil wir interessiert sind, sondern weil wir entweder nicht darum herum kommen oder weil uns derjenige, der die Flyer verteilt, irgendwie leidtut.
Aber mal ehrlich: Meistens werfen wir nur einen kurzen Blick auf das Papier und schmeißen es bei nächster Gelegenheit in den Mülleimer – ohne den Inhalt des Flyers zu kennen. Die Art und Weise, wie wir ihn erhalten haben, nervt – und deswegen schenken wir dem Zettelchen keine Beachtung.
Ist das Spam oder kann das weg
© Pixabay
Genauso verhält es sich mit den Betreffzeilen von E-Mails.

Ihre E-Mail muss zwei Hürden überwinden, um vom Empfänger tatsächlich geöffnet zu werden:

  1. Den Spam-Filter des Mailprogramms, der Ihre Mail als Spam sieht.
  2. Die Selektion des Empfängers, den die Betreffzeile nicht hundertprozentig überzeugt hat, so dass er sich die Mühe macht, drauf zu klicken.

Um möglichst gut gegen diese beiden Hürden gewappnet zu sein, stellen wir Ihnen heute die Wörter vor, die Sie in Ihrer Betreffzeile am besten vermeiden sollten – und wie Ihre Betreffzeile am besten aussehen sollte.

Der Betreff sollte nicht zu lang sein: 60 Zeichen sind ein guter Richtwert. Manche Mailprovider zeigen aber tatsächlich nur 20 bis 40 Zeichen an. Deswegen empfiehlt es sich, vor dem eigentlichen Senden der Mail einen Testlauf zu machen, um sicher zu gehen, dass die E-Mail auf allen Endgeräten und in allen Mailprovidern sinnvoll angezeigt wird. Generell gilt: Setzen Sie Ihre Signalwörter zu Anfang des Betreffs. Und: Wiederholen Sie den Betreff nochmals im Textkörper Ihrer E-Mail. Graphisch könnte man den Aufbau der Betreffzeile so darstellen:

© Vadira

Sie haben nun die perfekte Zeichenanzahl, Sie haben sich viele Gedanken gemacht und Ihre Mails werden nach wie vor nicht geklickt? Woran könnte das liegen?

Natürlich sollten Sie Aufrufe zum Glücksspiel, Datingaufrufe etc. vermeiden. Verwenden Sie Wörter, die dem Nutzer eine Information liefern, wie beispielsweise Statusinformationen über Bestellungen oder Informationen zum Online-Check-In für den nächsten Flug. Vermeiden Sie hingegen viele Großbuchstaben und Ausrufezeichen. Wird Ihre Mail trotz dieser Maßnahmen nicht angeklickt, könnte das eventuell daran liegen, dass Sie ein oder mehrere der folgenden Wörter nutzen:

Mailify (www.mailify.com) hat eine Liste der Wörter nach Kategorien herausgebracht, mit denen Sie in jedem Fall im Spam-Ordner Ihrer Empfänger landen:

Kategorie Geld: kostenlos, 100% unentgeltlich, Vergütung, Geschenk, Rückzahlung, Gebührenfrei, Gratis, Gewinn, Cash, Geld, Schnelles Geld, Zusatzeinkommen, Millionen, Sparen, Profit, eigener Chef, Reduktion, Rabatt, Angebot, Spezialangebot, Preise vergleichen, nicht teuer, viel Geld sparen, Gutschein, Investition, Konkurs, Kreditkarte, Bankkarte, Umsatz, Lohn, Versicherung, Raus aus den Schulden, Kredit, Bargeld, Hypotheken, Bonus, Rendite

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Auch wenn es keine Garantie gibt: Die Vermeidung der obengenannten Wörter erhöht die Chance, dass Ihre Mail nicht im Spamordner Ihres Empfängers landet. Weil Spamfilter auf mehr als einen Parameter reagieren, sollten Sie zusätzlich die folgenden Tipps berücksichtigen:

  • Richten Sie sich für das E-Mail-Marketing eine eigene (Firmen-)Domain ein. Das hat seriösen Charakter.
  • Machen Sie den Spam-Test, bevor Sie Ihre Mails versenden. Achten Sie auch darauf, dass die Mail in allen Mailprogrammen und auf allen Systemen gleichermaßen sauber angezeigt wird.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Kontaktliste möglichst aktuell gehalten wird und aktualisieren Sie gegebenenfalls Ihre Kontaktdaten. Eine hohe Bounce Rate (Absprungrate) ist nämlich auch ein Spam-Indikator.

Würden Sie Ihre eigene E-Mail lesen?

Generell gilt: Senden Sie nur E-Mails, die Sie auch selbst gerne lesen würden. Wenn Sie eine Mail oder einen Betreff nicht ansprechend finden, sollten Sie diese Mail nicht versenden. Behalten Sie auch immer im Hinterkopf, wer diese Mail empfangen wird und versuchen Sie sich in diese Person hineinzuversetzen: Liest meine Zielgruppe diese Mail? Habe ich die Interessen meiner Zielgruppe in dieser Mail berücksichtigt? Bringt die von mir bereitgestellte Information meiner Zielgruppe einen Nutzen? Versuchen Sie, bei E-Mails auf die Qualität und nicht auf die Quantität zu achten. Dann werden Sie sehen, dass es sich langfristig lohnt.

:E-Mail-Marketing
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