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Gute Gründe für Instagram-Marketing

Michael Merx, 03.07.19 10:00

Die Zahlen sind nach wie vor beeindruckend: Eine Milliarde Menschen nutzen Instagram weltweit, über 15 Millionen in Deutschland. 500 Millionen Menschen nutzen Instagram Stories täglich. Nach Facebook, Facebook Messenger und WhatsApp ist Instagram die vierte Plattform weltweit, die die Eine-Milliarde-Nutzer-Grenze knackt. Wie wichtig Instagram als Werbekanal geworden ist, zeigt die Entwicklung der Werbekunden weltweit: Im März 2017 waren es eine Million Werbekunden, 2018 bereits zwei Millionen. Gleiches gilt für die Entwicklung der Instagram-Unternehmensprofile: Seit Juni 2017 wurden weitere zehn Millionen Unternehmensprofile angelegt oder umgewandelt.

Gleichzeitig gibt es 500 Millionen Instagram-Stories-Nutzer jeden Tag; im Juni 2018 waren es noch 400 Millionen Menschen. Das bedeutet ein Wachstum von 100 Millionen Nutzern in sechs Monaten. Damit ist das Wachstum von Instagram Stories noch beeindruckender als das von Instagram. Nicht ohne Grund geht Facebook davon aus, dass Stories den Feed noch 2019 ablösen werden.

Gute Gruende fuer Instagram Marketing© pixabay

Und hier noch ein paar Zahlen und Fakten, die belegen, weshalb Instagram als Werbekanal immer spannender wird:

  • 80 Prozent aller Instagram-Nutzer folgen mindestens einem Unternehmen.
  • Die tägliche Verweildauer bei Nutzern unter 25 Jahren liegt bei 32 Minuten.
  • Die tägliche Verweildauer bei Nutzern über 25 Jahren liegt bei 24 Minuten.
  • Auf Instagram gibt es 25 Millionen Unternehmensprofile weltweit.
  • 200 Millionen Menschen rufen jeden Tag Instagram-Unternehmensprofile auf.
  • Zwei von drei Besuchern eines Instagram-Unternehmensprofilen sind keine Follower des Unternehmens.
  • Instagram Anzeigen werden von zwei Millionen Werbekunden genutzt.

Im Rahmen des OMR Festivals 2019 veröffentlichte Instagram in Hamburg erstmals eigene Zahlen aus einer Studie über die App-Nutzung. Die Zahlen zeigen, dass natürlich die großen Marken und Influencer viel Strahlkraft entfalten, aber der Entdeckergeist der Nutzer sich auch gerade darauf richtet, „Neues“ zu finden. 55 Prozent aller Instagram-Nutzer haben dort schon eine neue Marke entdeckt. 49 Prozent haben von einem Produkt erfahren und 43 Prozent davon haben das Produkt auch gleich über Instagram gekauft. Das Marktforschungsunternehmen Ipsos hatte für Instagram den Markt analysiert –  3000 User wurden befragt und 1000 Inhaber eines Business-Accounts aus Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern.

Und für diese Unternehmen scheint die Plattform wie gemacht zu sein. Nicht nur, dass insgesamt rund ein Drittel der Nutzer angibt, man habe anderweitig wohl nie über dieses oder jenes Unternehmen erfahren. Die Hälfte aller Unternehmen, die Stories machen, wurde ohne Medienbruch direkt in diesem Kanal über eine Direktnachricht kontaktiert. Besonders gut funktionieren Umfragen. 43 Prozent der befragten kleinen Unternehmen geben an, dass Meinungsumfragen in Stories ihnen geholfen hätten, wichtige Entscheidungen zu treffen. Etwas weniger als die Hälfte aller Befragten Unternehmen gibt an, dass Instagram entweder neue Kunden begeistert habe, dass die Umsätze gestiegen seien oder dass ganz allgemein Instagram wichtig für das Geschäft sei.

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In Sachen Einkaufen das gleiche Bild: 49 Prozent verkaufen mehr, seit sie Shopping nutzen. 45 Prozent verzeichnen mehr Besuche im eigenen Online-Shop und satte 46 Prozent freuen sich über zusätzlichen Laden-Traffic. Im Umkehrschluss funktioniert Instagram für die andere Hälfte der kleinen Unternehmen nicht, zumindest, wenn man Sales-KPI anlegt. Das kann am Wettbewerb liegen oder an der Branche – aber auch daran, dass Instagram nicht gut genug und vor allem nicht individuell genug bespielt wird.

Stories hingegen sind schon ein spezielles Format. Zunächst einmal ist es ein vertikales Bildformat. 90 Prozent der Nutzungszeit sei hochkant, sagt Instagram. Das Beschneiden bestehender Breitwand-Filme funktioniert nur bedingt. Außerdem ist der mobile Nutzer sehr interaktiv, da er die Hände immer am Display hat. Ganz anders als der Youtube-Gucker. „Mobile Video muss als eigenes Format begriffen werden, denn das Smartphone ist eben kein kleiner Fernseher”, sagt Jin Choi, „Group Director DACH, Retail, Entertainment, Tech-Telco“ bei Facebook. Interessant ist, dass die Zielgruppe, die auf Instagram erreicht wird, Überlappungen hat zu den Menschen, die man gerne als Mitarbeiter für sich gewinnen würde. Etwas mehr als ein Drittel aller befragten Unternehmer ist der Auffassung, dass genau dort auch der Erstkontakt zu potenziellen neuen Mitarbeitern entsteht.

Hier fünf einfache Tipps für Ihren Instagram-Account:

1. Ja, es geht auch um Text
Natürlich geht es bei Instagram vor allem um die Optik, also um die besten Fotos. Aber Sie sollten die Bildunterschriften nicht vergessen, denn sie erzählen die Geschichte zum Bild. Sie haben dafür über 2000 Zeichen zur Verfügung und können bis zu 30 Hashtags einbinden. Achten Sie darauf, dass der Text das Bild erklärt, im Bestfall die User vielleicht sogar zum Lachen bringt. Ein guter Text bringt Sinn und zeigt, für was Ihre Marke steht. Zudem fordert er den Follower zu einer Aktion auf.
 
2. Erzählen Sie Geschichten

Ja, das geht bei Instagram am besten über Fotos, Foto- und Videoalben. Pro Post können Sie bis zu zehn Fotos und Videos unterbringen. Follower können sich durchwischen und Sie vermitteln ganz nebenbei Informationen über Ihre Marke oder Ihr Produkt. Beispiel Anleitungen: Die verschiedenen Anweisungsschritte werden unter den einzelnen Fotos oder Videos erklärt. Beliebt sind auch Fotoserien, beispielsweise von Events. Die User bekommen so in einem (Sammel-)Post einen Eindruck, wie die Veranstaltung ablief.

3. Nutzen Sie Hashtags

Wie gesagt: Es geht nicht ausschließlich um Visuelles. Marken-Hashtags können ebenfalls dazu führen, dass Ihre Marke bekannter wird. Hashtags animieren die User zum Teilen in der ihrer Community. Ein Beispiel aus der Welt der Sportartikler: Follower werden aufgefordert, eigene Fotos und Videos von Trainingseinheiten mit dem Hashtag #thesweatlife zu markieren. Viele User haben sich damit identifiziert, wodurch zehntausende Posts innerhalb dieser Community mit diesem Hashtag entstanden.

4. Insta-Stories bringen Bindung

Neben dem Foto-Stream können Sie bei Instagram mit der Stories-Funktion auch Echtzeit-Inhalte anbieten. Das Tool bindet inzwischen 250 Millionen Nutzer täglich mit dieser Funktion. Insbesondere Live-Übertragungen bieten Raum für kreative Abenteuer. Über Instagram Stories können Sie ihren Followern auch Gewinnspiele bieten, spezielle Angebote unterbreiten oder einen Gutschein anbieten. Das führt zu Interaktionen und Empfehlungen durch die User.

5. Und dann sind da noch die Influencer

Suchen Sie Influencer, aber nur solche, die zu Ihrer Marke und Ihrer Branche passen. Sorgen Sie auch dafür, dass die Kooperation mit dem Influencer nicht zu platt in Werbung abdriftet. Auch hier braucht es eine Geschichte, die Sinn macht. Gesponserter Content auf dem Profil des Influencers kann Ihnen, wenn er richtig gesetzt ist, ordentliche Reichweiten bringen oder das Markenimage aufpolieren. Auch ein Takeover kann spannend sein. Dabei überlassen Sie einem Influencer für eine bestimmte Zeit Ihren Account. Und es muss nicht immer teuer sein, schauen Sie sich doch in Ihrer Region um und suchen nach einem lokalen Influencer, der auch bei kleinen oder mittelständischen Betrieben schon für Aufmerksamkeit sorgen kann.

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