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Google My Business / Standortmanagement

Özgür Ates, 10.12.19 10:00

Das digitale Standortmanagement im Web ist lange noch nicht bei allen Unternehmen angekommen. Dabei wird die Online-Präsenz insbesondere für den geschäftlichen Erfolg von Einzelhändlern immer wichtiger.

Aber wie schafft es mein Unternehmen bei lokalen Suchergebnissen in die oberen Top-Plätze? Das mit Abstand wichtigste Element für Google ist hierbei der Eintrag in Google My Business (GMB). Mit GMB können Unternehmen ein kostenloses Branchenprofil auf Google anlegen. Man benötigt dazu lediglich ein Google-Nutzerkonto. Einmal eingerichtet, erscheint der Eintrag bei allen Google-Produkten wie Google Maps, Google-Suche und Google+. Jedoch ist ein Eintrag allein suboptimal. Die Pflege des GMB ist dabei entscheidend für Erfolg – unabhängig davon ob man ein stationäres Ladengeschäft oder eine Niederlassung führt oder nicht. Ein GMB-Eintrag zahlt sich also online und offline aus.

Google My Business© Photo by henry perks on Unsplash

Der GMB-Eintrag erscheint zum Beispiel wenn ein Nutzer bei Google nach Ihrem Unternehmen oder einem ähnlichen Thema sucht, zum Beispiel nach Ihrer Branche in Ihrer Stadt. Der Brancheneintrag wird mit Adresse, Öffnungszeiten und Position auf einer Karte und Bewertungen in den Suchergebnissen oder rechts im Reiter im sogenannten Knowledge-Panel angezeigt.

Wie erstelle man einen GMB-Eintrag? Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Startseite von Google My Buisness aufrufen: www.google.com/intl/de_de/business
    Blogpost_Google My Buisness_Özgür Ates
  2. Auf „Jetzt loslegen“ klicken.
  3. Google-Konto erstellen.
  4. Ihre Basisdaten eingeben: Firmenname, Adresse, Telefonnummer, Webseite und auf „Weiter“ klicken. Wichtig ist hierbei die Basisdaten immer auf den neuesten Stand zu halten! Ergeben sich Veränderungen in euren Firmendaten dann solltet ihr das hier immer aktualisieren.
  5. Ihren Firmendaten sowie Berechtigung den Eintrag vorzunehmen bestätigen.
  6. Ihren Eintrag per Bestätigungscode verifizieren. Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten, um Ihr Google Business zu bestätigen – zum Beispiel per Telefon, E-Mail, Post usw.
  7. Nun erscheint eine Übersichtsseite für Ihren Firmeneintrag. Hier kann man sehen, wie viel Prozent der Daten noch fehlen. Hier können Sie Einträge bearbeiten, löschen oder ergänzen.
  8. Jetzt noch die Einträge vervollständigen: Fotos zu Ihrem Unternehmen hochladen, Öffnungszeiten angeben und eine Beschreibung ablegen. Wichtig: Bitte das Bildmaterial immer wieder aktualisieren. Denn erscheinen in den Suchergebnissen zum Beispiel Fotos vom Opening des Geschäftes das einige Jahre her ist, erscheint schnell der Eindruck, dass das Geschäft nicht mehr aktiv ist. Hinweis: Unvollständige Brancheneinträge werden nicht angezeigt und sie können von jedem bearbeitet oder geändert werden. Deshalb ist es zwingend notwendig die Informationen vollständig selbst zu bearbeiten.

Ob Ihr GMB-Eintrag in den Google-Suchergebnissen erscheint, hängt nun vor allem von folgenden Faktoren ab:

1. Relevanz
2. Aktualität
3. Entfernung zum Standort des Nutzers

4. Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens
GMBGoogle weiß durch die IP-Adresse oder das GPS-Signal ganz genau wo sich der Nutzer gerade befindet. der eine Suchanfrage mobil abgesetzt hat. So werden die Anfragen mit einem lokalen Bezug automatisch gefiltert und Google zeigt die relevantesten Suchergebnisse an.

Bei GMB sind visuelle Elemente wie Fotos und Videos (max. 60 Sekunden / 720p oder höher) von Vorteil, das sorgt für mehr Aufmerksamkeit und je authentischer die visuellen Impressionen sind, desto deutlicher stechen die Einträge auch hervor. Außerdem erhöhen ansprechende und regelmäßig wechselnde visuelle Medien bzw. Animationen die Chance auf ein gutes Ranking bei Google.

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Empfehlenswert hierfür ist die kostenfreie Google My Buisness App. In der App können Postings wie zum Beispiel Angebote, Veranstaltungen, Blogeinträge, Pressemitteilungen, Stellenangebote oder sonstige News sehr einfach abgesetzt und veröffentlicht werden.

Des weiteren kann man die Postings mit einer „Call-to-Action“-Funktion versehen – also einem Button über den der Anwender einfach mit dem Anbieter kommunizieren kann. Mit gezielten Angeboten wie zum Beispiel „Weitere Informationen“, „Reservieren“, „Anmelden“, „Kaufen“ oder „Angebot anfordern“ kann ein Unternehmen damit Interessenten direkt auf seine Website, seinen Blog, Onlineshop oder eine andere Landingpage leiten. Die Postings werden für sieben Tage im Knowledge Panel von GMB angezeigt. Im Anschluss verschwinden die Einträge. Hier heißt es also mindestens einmal pro Woche nachzulegen.

Die Qualität, Wirkung und Relevanz eines angelegten GMB-Eintrags lässt sich durch weitere Faktoren, die Sie beeinflussen können, deutlich steigern bzw. optimieren:

Auf Eindeutigkeit achten und mögliche Dubletten entfernen

Besonders Unternehmen, die schon länger im Markt sind, sollten überprüfen ob vielleicht schon ältere GMB-Einträge mit ehemaligen Firmenanschriften oder Kontaktdaten vorliegen. Sind bereits ein oder mehrere Profile vorhanden, vergleichen Sie diese miteinander. Achten Sie auch darauf, ob bereits Bewertungen, Rezensionen oder Querverweise vorliegen (die normalerweise innerhalb des jeweiligen Profils angezeigt werden). Ein Indikator für Querverweise sind bereits vorhandene Fotografien aus Drittquellen.

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Wenn Sie alle gefundenen Informationen in den unterschiedlichen GMB-Einträge miteinander verglichen haben, können Sie sich für das Profil mit der größten Anzahl positiver Bewertungen bzw. Rezensionen entscheiden und dieses dann weiter nutzen. Unternehmenseinträge mit nicht mehr korrekten, teilweise veralteten Angaben sollten Sie aus Google My Business entfernen lassen. Hierfür bietet Google ein Formular an, das sich hinter dem Link „Mehr – Problem melden“ verbirgt. Prüfen Sie mit der Google-Suche, ob neben Ihrer aktuellen eventuell auch Ihre ehemalige Geschäftsadresse in anderen Quellen genannt wird und korrigieren Sie – sofern nötig – diese Daten Damit erzeugen bzw. gewinnen Sie weitere wichtige Querverweise und beugen so dem Problem vor, dass alte Adressen und damit falsche GMB-Profile wieder oder weiterhin angezeigt werden.

Nutzen Sie Referenzen und lassen Sie Kunden für Ihr Unternehmen sprechen

Nutzen Sie die Aussagekraft (authentischer) Bewertungen. Denn GMB-Einträge, denen Bewertungen zugeordnet sind, haben einen deutlichen Vorteil gegenüber Konkurrenzprofilen ohne Bewertungen und werden deshalb auch häufiger geklickt. Die Anzahl der Quellen, aus denen Google Bewertungen heranzieht, hängt von der Branche und weiteren Kriterien ab und fällt daher sehr unterschiedlich aus. Einen Durch eine Konkurrenzrecherche mittels Google-Suche verschaffen Sie sich einen Überblick der für Sie relevanten Quellen. Es lohnt sich diese Fundstellen zusammenzufassen und auch Sie ein Unternehmensprofil in den gefundenen Verzeichnissen einzurichten.Noch ein wichtiger Tipp zum Thema Bewertungen:

Google honoriert die Interaktion mit Ihren Kunden. Ignorieren Sie Bewertungen daher nicht, sondern gehen Sie sowohl auf positive wie auch auf negative Kritik angemessen und möglichst konstruktiv ein. Denn Kritik sollten Sie als Chance auffassen, um sich zu verbessern.

Und es lohnt sich auch Ihre Kunden um eine Bewertung der eigenen Leistungen und Services zu bitten. Es gibt verschiedene Gelegenheiten und Möglichkeiten, Ihre Kunden zur Abgabe einer Bewertung anzuregen – zum Beispiel auf Ihrer Webseite, in Ihrer E-Mail-Kommunikation, bei der Rechnungsübergabe oder mit einem entsprechendem Vermerk auf Ihrem Kassenbon. Sie können beispielsweise auch mit Preisermäßigungen pro abgegebene Bewertung oder Rabattaktionen für Fans auf Ihrer Facebook-Seite locken, empfiehlt das BIEG - Beratungs- und Informationszentrum elektronischer Geschäftsverkehr Hessen. „Wichtig ist, dass Sie die Belohnung nicht an die Abgabe einer positiven Bewertung knüpfen, sondern jede Meinungsäußerung ermutigen“, erläutern die Experten auf Ihrer Webseite.

Fazit: Ein Google My Buisness-Eintrag ist schnell angelegt und kostenfrei. Wer von den maximalen Vorteilen in Form eines besseren Rankings und Sichtbarkeit in den Suchergebnissen profitieren will, sollte jedoch etwas Zeit in die redaktionelle Pflege und damit in die Qualität seines Eintrag investieren. Um den Eintrag zu erstellen und wie beschrieben zu optimieren benötigt man aber weder eine Agentur noch einen Experten

Hier können Sie sich die Checkliste "Google My Business" (pdf – 1 S.) herunterladen.

Neues Google-Tool „Grow my Store“

„Grow my Store“ heißt ein neues kostenloses Online-Tool von Google, das Einzelhändlern dabei helfen soll, ihre Online-Präsenz zu verbessern und die Kauferwartungen der Kunden besser zu erfüllen. Mit dem kostenlosen Tool können Händler auf der Website https://growmystore.thinkwithgoogle.com/intl/de_de durch Eingabe ihrer URL und weiterer Eckdaten einen Leistungsbericht über ihre Website erstellen lassen. Dabei muss die Homepage noch keinen Webshop haben. Der anschließende Bericht gibt Optimierungsvorschläge und Tipps, wie Händler ihre Website noch besser zur Erreichung der Geschäftsziele nutzen können. Darüber hinaus bietet Google auch kostenlose Trainings für Händler an.

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