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Erfolgreiches Influencer-Marketing im Sport

Leonardo Picardi, 12.02.19 10:00

Heutzutage fließt so viel Geld wie noch nie zuvor in „Influencer“. Konzerne arbeiten global mit Influencern zusammen, binden deren Einfluss und Reichweite in ihre Markenkommunikation ein. Dafür werden zunehmend größere Anteile der Marketing- und Werbebudgets vieler Unternehmen umgeschichtet. Laut Experten wurden weltweit 2017 bereits fast drei Milliarden Euro in Influencer-Marketing investiert. Für 2019 wird sogar mit einem Anstieg auf circa fünf Milliarden gerechnet. Knapp 70 Prozent der Unternehmen weltweit geben laut Erhebungen an, ein Budget für Influencer zu haben.Bei der richtigen Auswahl sind gerade bei jungen Zielgruppen hohe Reichweiten und ein starkes User-Engagement möglich. Laut einer Statista-Umfrage lassen sich 50 Prozent der 14- bis 19-Jährigen von Influencern in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen.

Influencer-Marketing im Sport

© Captiv8

Die Top-Influencer im Sport

Weltstars wie Cristiano Ronaldo, Neymar oder LeBron James sind nicht nur mächtige Markenbotschafter, sondern auch einflussreiche „Social-Influencer“. Mit ihren Posts bei Facebook oder Instagram verdienen sie oft mehr Geld als mit ihrem Profisport.

An der Spitze der erfolgreichen Sport-Influencer ist der portugiesische Ausnahmefußballer Cristiano Ronaldo. Mit seinem Label „CR7“ verkauft er nicht nur Mode und Parfüm, sondern betreibt auch Fitnessstudios und Hotels. Mit seinen äußerst lukrativen Werbeverträgen verdient Ronaldo mittlerweile das Doppelte seiner Fußballergage. Diese liegt immerhin bei jährlichen 35 Millionen Euro beim Verein Juventus Turin.

Ronaldo hat 2016 einen Deal mit dem Sportartikelhersteller Nike abgeschlossen: Er unterschrieb für eine Milliarde US-Dollar einen Vertrag auf Lebenszeit. Für Insider war das nicht überraschend, denn der Weltfußballer war schon damals nicht nur mit dem Club Real Madrid in der Champions League führend, sondern auch als Influencer im digitalen Marketing.

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Mit mehr als 122 Millionen Fans (Stand: November 2018) auf Facebook und über 145 Millionen Followern auf Instagram (Stand: November 2018) erreicht der 33-Jährige inzwischen so viele Menschen, wie es Einwohner in Indonesien gibt – immerhin das viertgrößte Land der Welt. Ronaldo versteht es wie kaum ein anderer, seine Fans und Follower durch einen Mix aus gut inszenierten Werbeposts und Einblicken ins Privatleben bei der digitalen Stange zu halten – und ein Maximum an Kapital daraus zu schlagen. So kostet zum Beispiel ein Posting des Fußball-Stars auf Instagram laut Experten geschätzte 400.000 Euro. 

Influencer-Marketing im Sport© Pixabay /flooy

Somit war der Milliardenvertrag mit Nike für den Sportartikler sogar ein echtes Schnäppchen. Ronaldo postete auf seinen Social-Media-Plattformen in den ersten elf Monaten seines neuen Nike-Vertrages 1515 mal auf seinen Profilen. Bei 20 Prozent der Posts kam Nike vor (Hashtag, Erwähnung oder Logo). Diese Posts sorgten laut Analysten insgesamt für über 443 Millionen Interaktionen.

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Berechnungen zufolge wurden so in Summe rund 25 Milliarden Impressions generiert, was einem Gegenwert von 474 Millionen US-Dollar entspricht. Postet der Portugiese weiter so erfolgreich, hätten allein die Social-Media-Aktivitäten den bis an sein Lebensende gültigen Vertrag schon nach zwei Jahren refinanziert. Ab diesem Jahr (2019) würde Ronaldo dann quasi „kostenlos“ für Nike arbeiten.

Influencer-Marketing im Sport

© InfluencerDB

Im Sport gibt es noch großes Potenzial

Abseits der Social-Media-Superstars mit weltweiter Reichweite gibt es noch großes Entwicklungspotenzial in der Sportbranche, die aus ihren Möglichkeiten mehr machen könnte.

„Der Vergleich mit Branchen wie Lifestyle, Fashion und Beauty zeigt, dass der Sport im Influencer-Marketing viel Nachholbedarf hat“, sagte Sebastian Kurczynski im Gespräch mit dem Magazin Sponsors. Ein großes Potenzial sieht der Director Digital von Nielsen Sports insbesondere bei den Athleten. Diese sind laut Kurczynski „oft interessante Persönlichkeiten, die attraktive und treue Communitys zu bieten haben“. Auf ihren sozialen Kanälen würden sich die Athleten allerdings „zu selten strategisch aufstellen und als Marke positionieren“.

Um erfolgreich zu sein, müssen Sportler wissen, wer ihr ihre Follower sind und was diese interessiert und begeistert. Daraufhin wird dann die Posting-Strategie ausgerichtet. Außerdem sollten sie durch unpassende Produkte und Dienstleistungen nicht ihre Authentizität und Glaubwürdigkeit bei den Fans gefährden.

Um die richtige Entscheidung bei der Influencer-Wahl zu treffen, nutzen Unternehmen immer häufiger Plattformen wie indaHash, Sponsoo oder Reachbird Sports. Diese sollen dabei helfen, geeignete Influencer zu finden. Auf diesen Plattformen können sich Sportler wie Marken gegen eine Provision zusammenfinden und gemeinsame Kampagnen starten.

Fazit

Es ist noch kein Ronaldo vom Himmel gefallen, aber es reicht nicht, sich als erfolgreicher Sportler mit Ambitionen nur ein Profil auf Facebook und Instagram anzulegen. Wie die Arbeit am sportlichen Erfolg muss man auch hier kontinuierlich Zeit und Energie in die richtige Strategie investieren. Vielleicht kann sich so der ein oder andere Athlet ein Nebeneinkommen aufbauen – auch über die aktive Zeit hinaus.

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