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Der "richtige" Ton für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Social-Media-Influencern

Johannes Beitien, 20.12.18, 10:00

Im Marketing sind Sie es gewohnt, mit Dienstleistern zusammenarbeiten. Bei ihnen kaufen Sie Leistungen ein, unter anderen in Form von Media, Konzeptionen und Produktionen. Agenturen und andere Dienstleister sollen nach Ihrem Briefing liefern; dafür werden sie schließlich bezahlt! In ihrer bisheriger Berufslaufbahn und bei der Zusammenarbeit mit ihren Dienstleistern wurden sie mit der guten „Kunde ist König“-Philosophie ausgestattet.

Das antrainierte „Kunde ist König“-Verhalten kann im Influencer Marketing zu Irritationen und sogar zu Zerwürfnissen führen. Um dies zu verstehen, müssen Sie versuchen, sich in die Menschen hineinversetzen, die Sie für das Erreichen Ihrer Marketingziele anheuern wollen. Und dabei liegt das Erfolgsrezept in dem bereits erwähnten Wort „Mensch“. Influencer sind Menschen wie Sie und ich, keine Online-Banner oder TV-Spots.

Warum Sie den Satz „Dafür werden Sie schließlich bezahlt!“ in der Kommunikation streichen sollten

Während Influencer an einigen Stellen noch als „Insta-Models“ oder „Hobby-Fotografen“ belächelt werden, ist für viele Unternehmen bereits klar, dass sich hinter Influencer Marketing großes Potential für den eigenen Erfolg verbirgt. Nichtdestotrotz dürfen wir nicht vergessen, dass Social-Media-Influencer nicht „einfach mal kurz“ ein Posting absetzen.

Je mehr sich ein Influencer mit Ihrem Produkt oder Ihrer Marke identifiziert, desto authentischer und emotionaler werden die von ihm erstellten Inhalte. Der Erfolg der Kommunikation wächst mit der Community des Influencers. Bei einer Zusammenarbeit heißen die Influencer Ihr Unternehmen und Ihre Produkte in seiner Kommunikationswelt willkommen. Sie betten Ihre Kommunikation bei Social-Media-Influencern ein. Die Influencer bieten Ihnen Zugang zu Ihrer Zielgruppe.

Social-Media-Influencer© Adrian Sava on Unsplash

Streichen Sie bei der Zusammenarbeit mit Influencern die klassische „Dienstleister-Denke“ mit dem verbundenen „Kunde ist König“-Verhalten. Kommen Sie gar nicht erst in Versuchung, Influencer als „Kommunikationsprodukt“ zu sehen oder mit Ihrer Agentur gleichzusetzen.

Die Zusammenarbeit mit Influencern sollte vielmehr wie eine Partnerschaft erfolgen: menschlich und auf Augenhöhe. Dabei sollte es egal sein, wie groß die Followerschaft des Influencers ist und ob er monetär vergütet wird oder nicht. Sprechen Sie Ihren Partner mit seinem richtigen Namen an!

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SO FUNKTIONIERT DIE PARTNERSCHAFT MIT EINEM INFLUENCER

1. Strukturierter Unternehmer trifft auf freiheitsliebenden Influencer

Im Marketing sind Sie es gewohnt, die Zügel fest in der Hand zu halten und am Ende immer das letzte Wort zu haben. Wenn Sie hingegen in der Influencer-„Welt“ stattfinden wollen, sollten Sie die Balance zwischen Kontrolle und Kreativ-Spielraum halten. Vermeiden Sie es, den Influencer bei der Umsetzung seiner Arbeit einzuengen. Versorgen Sie ihn aber mit wichtigen „Goes“ und „No-Goes“ rund um Ihre Kommunikation. Sie müssen dem Influencer als Partner in einem Punkt vertrauen: dass er am besten weiß, wie er seine Community für Ihre Botschaft begeistert.

2. Das Briefing = Ihr bester Freund

Das Briefing steckt den Rahmen ab. Es dient dem Influencer als „Bedienungsanleitung“ für Ihre Kampagne – und gibt Ihnen die Möglichkeit, Kontrolle ohne Druck auszuüben. Verzichten Sie auf lange Prosatexte. Formulieren Sie klar und unmissverständlich. Alle wichtigen Informationen, beispielsweise Ziele, Pflichtinhalte und Web-Links, müssen enthalten sein.

3. „Topf trifft Deckel“

Authentizität – ein Wort, das sich zu wiederholen lohnt: Sie und der Influencer müssen zusammenpassen und harmonieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass Ihre Kampagne von den Followern des Influencers angenommen wird. Denn Follower erkennen, wenn die Postings gekünstelt sind. Schließlich „kennen“ sie ihren Influencer und äußern ihren Frust in Form von negativen Kommentaren. So gerät Ihr Kampagnenziel in Gefahr.

Deshalb gilt: Nehmen Sie die Nutzerperspektive ein und beachten Sie, ob die Follower einen Mehrwert erhalten – durch die gelieferte Information, die Story und/ oder die aussergewöhnliche Umsetzung (Entertainment-Faktor)!

4. Seien Sie ein guter Partner!

Zeigen Sie dem Influencer, dass auch Sie erreichbar sind und ihm bei der Umsetzung Ihrer Kampagne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das gibt Sicherheit und stärkt die Beziehung. Zudem bildet es die Basis für eine nachhaltige und langfristige Zusammenarbeit, die über den einmaligen Einsatz und den Geldfluss hinausgehen kann.

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