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Digitalisierung im Mittelstand

Ingo Born, 08.11.18 10:00

Digitalisierung: Wie profitiert der Mittelstand?

Das viel zitierte Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist stark – nicht nur im internationalen Vergleich. Mittelständische Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, bilden junge Menschen aus und prägen durch Investitionen die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Das Erfolgsrezept des Mittelstands beruht in der Regel auf Spezialisierung und zielfokussiertem Arbeiten. Die Kehrseite der Medaille: Zukunftsthemen bleiben da gerne mal liegen. So auch die Digitalisierung. Nicht nur den Mittelstand beschäftigt die Frage: Wie und mit welchen Maßnahmen mache ich im Internet Geschäfte?

Die Digitalisierung stellt uns alle vor Herausforderungen. Auch wir als klassische Mittelständler stehen täglich vor den neuen Herausforderungen der Digitalisierung. Disruptive Prozesse verändern unsere Geschäftsmodelle in einer Geschwindigkeit, die vor wenigen Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Wer hat sich vor drei Jahren ernsthaft mit Data-Management-Plattformen, Video-Marketing oder Influencern beschäftigt? Ich behaupte: fast niemand. Gleichzeitig bedeutet das Verschließen vor diesen Themen die Ausgrenzung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle. Fatal – schließlich nimmt man sich damit selbst vom Markt.

Digitalisierung im Mittelstand© rawpixel/Unsplash

Digitale Stabsstellen für IT und Online-Marketing reichen nicht

Unternehmen sollten deswegen bei ihrer digitalen Kommunikation darauf achten, die eigenen Marken und Produkte mit Themen und Storys zu verknüpfen. Denn der wichtigste Erfolgsfaktor für ein Unternehmen in Zukunft wird seine Marke und deren Wahrnehmung im Internet sein – bei den Zielgruppen und in der Suchmaschine. Um insbesondere digital erfolgreich zu agieren genügt es aber nicht, Stabsstellen zu schaffen, die sich um IT-Technik und Online-Kommunikation kümmern. Gerade im deutschen Mittelstand sieht man häufig Unternehmen, die sich mit dem digitalen Wandel sehr schwer tun – weil versucht wird, diesen Wandel top-down zu vollziehen. Die Digitalisierung eines Unternehmens sollte aber bottom-up vollzogen werden. Die digitale Denkweise sollte von mindestens einer Person in der Unternehmensführung getragen und gelebt werden.

Auch wenn es abgedroschen klingt: Der Mittelstand muss jetzt die Herausforderung annehmen und sich der digitalen Transformation stellen. Das heißt nicht, dass man jedem Trend hinterherläuft. Vielmehr sollten sich Unternehmen zunächst einen Überblick verschaffen – und sich anschließend „Ihre“ digitale Strategie überlegen.

Online-Kundenperspektive ist entscheidend

Hier hilft es ungemein, den Blickwinkel von Online-Nutzern beziehungsweise potenziellen Kunden einzunehmen, um deren Verhalten besser antizipieren und verstehen zu können. Mein Erfahrungswert zeigt, dass das immer besser ist, als den digitalen Auftritt nur aus der eigenen Unternehmenssicht zu entwickeln.

Wie werde ich im Netz wahrgenommen? Wie werde ich im Netz gefunden? Wie gestalte ich meine Nutzer-/Kunden-Bindung? Die Lösungs-Antworten sind nie dieselben. Es gilt: permanente Weiterentwicklung statt Königsweg! In der vordigitalen Welt sprach man noch von Mund-zu-Mund-Propaganda – heute geht es um Empfehlungsmarketing.

Fazit:

Die entscheidenden Erfolgsfaktoren für mittelständische Unternehmen im digitalen Zeitalter sind ihre Marken und deren Wahrnehmung im Internet – bei den Zielgruppen und in den Suchmaschinen-Rankings. Auf dem Weg zu einer digitalen Geschäftsstrategie ist der erste Handlungsschritt, die Wahrnehmung und Akzeptanz des eigenen Unternehmens auf digitalen Plattformen sicherzustellen. Nach dem Gewinnen von Kunden im Internet geht es in der Folge darum, die digitale Kundenbindung permanent zu optimieren. So entsteht Zufriedenheit beim Kunden – der diese in Form von positiven Kommentaren, Bewertungen, Likes und Shares ins Netz trägt.

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