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Der perfekte Facebook-Post

Christoph Daniel Vetter, 27.11.18 10:00

Was ist eigentlich der „perfekte“ Facebook-Post – und gibt es diesen überhaupt? Diese Frage möchte ich versuchen, in diesem Blogpost zu beantworten.

In unserer heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, dass wir uns ständig mit unserer Zielgruppe auseinandersetzen und zudem auch wissen, wie unsere Zielgruppe kommuniziert und angesprochen werden möchte. Wenn ich weiß, wie meine Zielgruppe kommuniziert und mit welchen Themen sie sich intensiv beschäftigt, habe ich den ersten Schritt zum „perfekten“ Facebook-Post bereits getan. Kurz und knapp: „Content is King“.

Apropos kurz: Hier sind wir bereits beim zweiten Schritt in Bezug auf den „perfekten“ Facebook-Post. Gerade bei Facebook gibt es unterschiedlichste Erhebungen, die gezeigt haben, dass Inhalte mit Texten zwischen einem und 50 Zeichen im Durchschnitt die meisten Interaktionen erhalten. Aber muss es denn eigentlich immer ein Text sein? Es ist hin und wieder auch sehr spannend, einfach nur eine Collage, ein animiertes Foto oder ein cooles Video zu posten. Letztlich kommt es natürlich immer auf den Geschmack der Zielgruppe an.

rahul-chakraborty-460018-unsplash© Rahul Chakraborty on unsplash

Der Geschmack der Zielgruppe bringt uns zum dritten Schritt. Was soll bei der Zielgruppe bewirkt werden? Welchen Zweck soll dieser Facebook-Post erfüllen? Natürlich funktionieren Bilder und Videos aktuell auf Facebook am besten. Und gerade deshalb ist es oftmals alles andere als effektiv, nur noch Bilder und Videos nacheinander und quer durcheinander zu posten, wenn das eigentliche Ziel zum Beispiel mehr Traffic auf der Website ist. Immer wieder werden Bilder oder Videos mit einem zusätzlichen Textlink geteilt.
Leider lässt sich solch ein Text-Link mobil nicht gut anklicken – vor allem nicht, wenn ein Bild im Vollbildmodus angesehen wird. Eine solche Kommunikation ist nicht gerade nutzerfreundlich und kann Nutzer im schlimmsten Fall sogar abschrecken oder abspringen lassen. Daher ist es enorm wichtig, sich vorab die Frage zu stellen: Was ist das eigentliche Ziel des Beitrags? Welche Handlungsoptionen muss der Beitrag dem User bieten? Wann poste ich was?
 
Diese Frage führt zu Schritt Nummer vier und ist ganz wesentlich. Ab jetzt ist ein Blick auf die Uhr angesagt. Hierbei sind vor allem Erfahrungswerte wichtig: Wann reagiert meine persönliche Zielgruppe am besten? Denn entscheidend sind die Reaktionen meiner Zielgruppe. Hier ist es immer wichtig auf das Verhältnis der Reichweite zur Reaktion zu achten. Daher könnte es auch bei unserer Zielgruppe gut sein, dass unter der Woche (Montag bis Freitag) mit den Posts mehr Reichweite erzielt wird, allerdings am Wochenende mehr Interaktionen mit den Posts stattfinden.
 

#Wochenende wäre doch jetzt eine gute Variante für Schritt Nummer fünf. Während man bei Instagram und vor allem Twitter auf den Hashtag eigentlich nie verzichtet, sieht das bei Facebook ganz anders aus. Dort werden meisten Posts ohne Hashtag gepostet. Zudem gibt es einige Erhebungen, die besagen, dass Facebook-Posts ohne Hashtag erfolgreicher sind als Posts mit Hashtag. Allerdings bietet der Hashtag in jedem Fall einige Vorteile und lässt sich plattformübergreifend perfekt für diverse Dinge nutzen. Daher ist es durchaus sinnvoll am Ende eines Posts aus Gründen des Brandings, für ein besonderes Event, eine spezielle Kampagne oder auch ein besonderes Testimonial einen Hashtag zu verwenden. Hier sollte dabei aber unbedingt beachtet werden, dass maximal zwei Hashtags gesetzt werden. Ebenso ist es mehr als ratsam, die Performance der Posts mit Hashtags einem Controlling beziehungsweise Monitoring zu unterziehen. Wirken sich die Hashtags nicht positiv auf die Interaktionen aus, dann sollte darauf wieder verzichtet werden.

Kommen wir zum sechsten Schritt. Haben wir durch unser Monitoring einen guten bis sehr guten Post ausgemacht, sollten wir bei diesem Post vielleicht noch etwas „nachhelfen“. Einen Beitrag zu bewerben, der bereits für eine gute bis sehr gute Resonanz bei unserer Zielgruppe gesorgt hat, ist am effektivsten. Mit einer solchen Vorgehensweise sind wahrscheinlich bessere Ergebnisse zu einem günstigeren Preise zu erzielen, als einfach nur einen beliebigen Post zu bewerben. Hier gilt vor allem die Regel: Mit viel Geld macht man einen schlechten Beitrag auch nicht attraktiver oder besser. Einen solchen Beitrag zu bewerben ist herausgeschmissenes Geld. Die bei einem Post erzielten Interaktionen und auch die organische Reichweite sind gute Hinweise darauf, ob der Beitrag die Interessen der Zielgruppe anspricht oder eben nicht. Daher lieber Beiträge pushen, die besonders gut laufen. Bestimmt kommen diese Beiträge bei Personen der erweiterten Zielgruppe ebenfalls gut an.

Fazit: Keep it short and simple

Posts mit weniger Text, dazu gut gestaltet und vor allem verständlich, werden sicher von der individuellen Zielgruppe honoriert werden. Und wenn wir schon beim Punkt „individuell“ sind, dann bitte nicht vergessen, dass jede Social-Media-Strategie individuell und nicht 1:1 übertragbar ist. Deshalb gilt: Immer wieder idealerweise neue Dinge selbst ausprobieren und schauen, was für die Zielgruppe und für einen selbst am besten funktioniert. Und zu guter Letzt bitte immer die Performance mit einer Analytics-Lösung überprüfen und durchaus die richtigen Rückschlüsse ziehen. Beachtet man diese Schritte nach und nach, ist man dem perfekten Facebook-Post für die individuelle Zielgruppe schon ein ganzes Stück nähergekommen. Viel Erfolg!

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