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Das Kaufhaus ist nicht raus

Armin Mack, 03.04.19 10:00

Wie der stationäre Einzelhandel von Influencern profitiert

Kennen Sie das? Ich bin am vergangenen Samstag mit dem Auto in die Stadt gefahren, und nach mehr als einer Stunde Stop-and-go und lauten Fluchens über die „Null-freie- Parkplätze“-Displays an allen (!) Parkhäusern bin ich wieder nach Hause getuckert – mit deutlich weniger Sprit im Tank und leerem Kofferraum.

Und auch ebenso leerem Magen, denn ich wollte ja gemütlich eine Kleinigkeit essen. Dann habe ich mich gefragt: Wie kann das sein, dass so viele Leute zum Shoppen fahren? Ich dachte, der Einzelhandel ist tot, weil jeder online bestellt! Vielleicht, nein offensichtlich, habe ich mich geirrt. Und dann habe ich mir die Zahlen angeschaut:

© Statista 2018

Wie bitte?

Ich dachte: Okay, dann habe ich mich weder „vielleicht“ noch „offensichtlich“, sondern definitiv geirrt. „Online killt Einzelhandel“ – von wegen!

Wenn ich es mir recht überlege

Auch ich mache beides: Ich nutze den virtuellen Einkaufswagen bei den üblichen Verdächtigen im Netz. Ich gehe aber auch gerne in ein Geschäft, um ein Produkt richtig in die Hand zu nehmen – um zu sehen: Wie fühlt sich das an? Wie riecht es? Funktioniert die Mechanik wirklich so, wie es auf dem Bild im Web aussieht? Vielleicht wünsche ich sogar eine persönliche Beratung. Und dann kaufe ich das Produkt auch dort.

Klar: Influencer können gefährlich werden

Einzelhändler schauen in die Röhre, wenn Online-Verkäufer ihre Follower dazu bewegen, ein Produkt bei einem bestimmten Online-Händler zu bestellen. Das ist nicht schön. Doch die gute Nachricht lautet: Einzelhändler können den Spieß umdrehen.

Das Kaufhaus ist nicht raus © freestocks.org on Unsplash

Was die anderen können, kann ich schon lange

Warum soll digitaler Verkauf nicht auch im Einzelhandel funktionieren – nach dem Motto: neue Medien nutzen, um bekannte Vertriebswege zu stärken? Mit der Botschaft: „Kommt her. Schaut es Euch an. Fasst es an. Probiert es aus. Und wenn es Euch gefällt: Kauft es! Vielleicht entdeckt Ihr noch etwas anderes, das direkt daneben steht. Oder Ihr lasst Euch von uns helfen. Übrigens bezahlt Ihr hier nicht mehr als im Internet.“

Der stationäre Einzelhandel hat entscheidende Vorteile – er muss diese allerdings auch kommunizieren. Denn Verstecken ist keine gute Offensiv-Strategie. Vorteile sind zum einen die Beratung. Zum anderen der Service. Und nicht zu vergessen: Synergien. Das heißt: Nebenan ist wahrscheinlich ein weiteres Einzelhandels-Geschäft, mit einem Produkt, das man ebenfalls braucht. Und vergessen wir nicht den Event-Charakter mit Freunden und Partnern: Zuerst einkaufen, dann ins Kino gehen, etwas essen, etwas trinken.

„Influencer“ kommt von „Einfluss“

Der Begriff ist nicht umsonst entstanden. Menschen, die in den sozialen Netzwerken eine Wirkung auf die Meinung und (Kauf-)Entscheidung anderer haben, sind oft ein entscheidender Baustein einer Kampagne, wenn auch nicht der einzige. Deshalb, lieber Einzelhandel: Nutzen Sie ihn und kombinieren Sie ihn mit anderen Bausteinen.

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Crossmedial und Multichannel

Eine Kampagne lebt von ihrer Diversifizierung, also dem richtigen Marketing-Mix: Print, elektronische Medien, Online, Social Media, Bewegtbild, Influencer. Wenn dann noch die Botschaft stimmt, können die Chancen für einen hohen ROI nur steigen.

Planung und Begleitung der Kampagne

Klar, ein Experte sollte natürlich in die Umsetzung eingebunden sein. So wie mir ein guter Verkäufer im Laden helfen kann, das Produkt zu finden, das zu mir passt, brauche ich als Werbetreibender einen kompetenten Mediaberater, der sich sicher in der Onlinewelt bewegt und die Instrumente der klassischen Werbung beherrscht, um das Optimum aus meinem Budget herauszuholen. Letztlich fungiert er auch als Schnittstelle zwischen Einzelhandel und Influencer, damit die richtigen Inhalte auch auf die richtige Art und Weise transportiert werden – so, dass sie Anreize bieten und die Kauflust wecken.

Überzeugung zahlt sich aus

Am nächsten Samstag fahre ich übrigens wieder in die Stadt. Und ich werde sicher etwas kaufen. Was, weiß ich noch nicht. Ich schaue mir vorher ein paar Videos im Internet an. Aber dieses Mal nehme ich die Straßenbahn. Dann kann ich nach dem Einkaufen auch „socializen“, mich mit Freunden treffen und noch in die neue, angesagte Café-Bar gehen…

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