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Chef oder Influencer - Wer ist der größere Markenbotschafter?

Patrick Stern, 13.11.18 10:00

Die Antwort ist einfach: beide gleichermaßen. Und warum das so ist, werden wir Ihnen hier in einem 5-Schritte-Maßnahmenplan zeigen!

Wenn sie das Wort Influencer hören, kommen Ihnen wahrscheinlich viele Fragen in den Kopf, wie zum Beispiel:
  • Was ist eigentlich ein Influencer?
  • Warum soll so jemand so viel Potential für den Erfolg unserer Unternehmenskommunikation frei setzen?
  • Ist ein Influencer überhaupt ein Markenbotschafter?
  • Bin ich als Chef ein größerer Markenbotschafter?

Diese Fragen sind normal, denn eigentlich haben Sie als Chef, Inhaber oder Geschäftsführer nichts mit Influencern zu tun. Darum sollte sich ja auch die Marketing-Abteilung kümmern. Oder?

Im Prinzip ist das richtig, denn Influencer Marketing gehört zur Unternehmenskommunikation und sollte somit von den Spezialisten in der jeweiligen Abteilung organisiert und ausgeführt werden. Was aber, wenn der Influencer als Markenbotschafter wirken soll? Dann ist er mehr als ein Marketing- oder Werbeinstrument, dann steht dieser Beeinflusser mit seinem Namen neben dem Ihrer Firma. Und somit avanciert er mit seiner Job-Beschreibung sehr nah an Ihre: der Markenbotschafter. Also sind sie und ein Influencer in einigen Angelegenheiten gar nicht so verschieden…

→ Was Sie darüber wissen sollten, zeigen wir in 5 Schritten:

Schritt 1: Investieren Sie Zeit um herauszufinden, welche Influencer für Ihr Unternehmen als Markenbotschafter heute schon arbeiten oder in Zukunft potentiell arbeiten könnten.

Recherchieren Sie, welche Menschen sich intensiv und öffentlich mit Ihren Marken oder Produkten auseinandersetzen. Finden sie heraus, ob diese echte Influencer sind, Produkttester oder jemand, der sich über Ihre Marken oder Produkte negativ oder positiv äußert. Wenn Sie auf einen angeblich echten Influencer stoßen, der direkt mit Ihrem Unternehmen in Verbindung steht, dann sollten Sie herausfinden, in welcher Form, auf welchen Kanälen und in welcher Intensität dieser Mensch sich äußert, wer sein Publikum ist und wie er arbeitet.

Hierzu soll Ihnen folgender Fragenkatalog helfen:
  • Wie groß ist seine Reichweite?
  • Welche Kanäle nutzt er?
  • Wie hoch sind die Reaktionen seines Publikums?
  • Ist oder war der Influencer für die Konkurrenz tätig?
  • Sind seine Beiträge mit Werbung überladen?
  • Ist der Influencer authentisch?
  • Ist er einer Branche treu oder würde er für Geld alles machen?
  • Und zuletzt die wichtigste Frage: Ist das Publikum des Influencers auch die Zielgruppe die wir in Zukunft brauchen werden?

Chef oder Influencer - Markenbotschafter© Photo by Erik Lucatero on Unsplash

Schritt 2: Egal ob Sie einen, keinen oder viele Influencer identifizieren können: Finden sie Neue!

Um weiter zu kommen, darf man nicht stehen bleiben. Also akzeptieren sie den Status quo der Influencer, die es gibt oder auch nicht gibt. Dann suchen Sie den aus Ihrer Sicht am besten passenden Influencer und vergleichen diesen mit den bestehenden. Falls es noch keine zum Vergleich gibt, setzen sie diesen als potentiellen ersten Influencer für Ihr Unternehmen an. Dann gehen Sie ins Gespräch mit den Kommunikationsbeauftragten in Ihrem Unternehmen. Bevor sie das tun, müssen sie allerdings nicht nur ein qualitatives Audit gemacht haben, sondern sollten auch die Performance, also die Zahlen kennen. Wir zeigen Ihnen, wie man die Leistungsfähigkeit und die KPI’s eines Influencers misst:

  1. Kennen Sie Ihr Kommunikationsziel? Wenn nicht, legen Sie es fest. (Alleine oder im Workshop)
  2. Setzen sie sich ein Return on Investment, welches sie mindestens erreichen wollen
  3. Honorar des Influencers herausfinden oder Ihre Schmerzgrenze festlegen
  4. Überlegen sie sich alternativ, wie viele Kontakte Sie über einen Influencer erreichen wollen (diese hängen oft eng mit den Follower-/Fan-Zahlen des Influencers zusammen)
Legen sie Ihre Konversions-Ziele fest:
    1. Umsatzzahlen
    2. Angebote im Markt
    3. Leads (Kaufinteressenten)
    4. Steigerung der Markenbekanntheit (festzustellen durch Marktbefragung)
    5. Newsletter-Anmeldungen
    6. Downloads
    7. Apps-Aktivierungen
    8. Warenkörbe und Bestellungen

Schritt 3: Lassen sie den Influencer frei arbeiten und beeinflussen sie ihn nicht

Wenn Sie dem Influencer ein zu konkretes Bild skizzieren, wie er seine Arbeit zu tun hat, werden sie mit den Ergebnissen höchst wahrscheinlich nicht zufrieden sein. Seien sie nicht zu strikt mit den Vorgaben der Inhalte, die der Beeinflusser kommunizieren soll – denn er weiß schließlich am besten über seine Zuhörer und Zuschauer Bescheid. Der Influencer will im Normalfall weiterhin wachsen und wird dadurch immer authentisch bleiben wollen. Er wird nie ein natürliches Wachstum aufhalten wollen. Er will seine treue Fan-Gemeinde nicht anlügen. Die Zeiten, in denen das „Blaue-vom-Himmel-Lügen“ vielleicht noch in der Werbung funktioniert hat, sind vorbei. Also wird die Wahrheit sowieso ans Licht kommen. Glauben Sie an Ihr Produkt und Ihre Marke, so wie sie ist. Lassen sie den Influencer ihre Marke oder ihr Produkt so zeigen, wie es ist – das sollte es aushalten! Andernfalls bekommen sie waschechtes Feedback, welches unschätzbar wertvoll ist! Außerdem werden durch zu enge Vorgaben Bindungen zwischen dem Markenbotschafter und dem Unternehmen verhindert. Und durch unzureichende Bindung wird meist nur liebloser Content produziert.

Schritt 4: Achtung, bitte auch nicht zu wenig im Vorfeld mit dem Influencer abstimmen

Sie sind der erste und wichtigste Vertreter ihres Unternehmens. Als Chef, Geschäftsführer oder Inhaber sind sie derjenige, der immer, Tag und Nacht, nach innen und außen für den Namen, die Marke und die Produkte steht. Wer also könnte den neuen Markenbotschafter besser in der bestehenden Markenwelt abholen als Sie?! Diese Werte muss der Influencer kennen, um sie später in sein Publikum zu transportieren.

Schritt 5: Vertrauen Sie auf das Talent und die Fähigkeiten des Influencers

Geben sie dem Influencer seinen gebührenden Respekt für seinen bis hierher erreichten Erfolg. Seine Community mit solcher Treue und Aktivität aufzubauen, ist nicht einfach in der heutigen multimedialen Welt. Zudem weiß der Influencer wie seine Plattform funktioniert, denn er war es schließlich der die letzten Monate oder Jahre alle Veränderungen zu nutzen wusste. Jedes Algorithmus-Update, jede Bedienanpassung und jede Adaption auf andere Systeme oder Formate wusste er sich zu Nutzen zu machen – und ist dadurch bis heute ein entscheidender Sprecher für seine Gefolgschaft geblieben. Deshalb ist er für Sie so wertvoll. Er hat die Fähigkeiten erlangt, die Menschen zu erreichen, die auch für Sie wichtig sein werden. Denken sie also an Ihre Zielgruppe, die der Influencer in Ihrem Namen ansprechen und im Idealfall in Kaufabsicht beeinflussen kann.

Fazit:

Machen Sie sich bewusst, dass Sie ein Markenbotschafter sind. Finden Sie Menschen, die auch Markenbotschaft sein können. Bewerten Sie die Leistung, welche ein solcher Markenbotschafter als Beeinflusser für Sie erbringen könnte. Treten Sie mit ihm in Kontakt. Öffnen sie ihm Ihre Markenwelt, zeigen sie Ihm Ihre Produkte und Dienstleistungen. Lassen Sie diesen Influencer seine Arbeit tun – und vertrauen Sie ihm. Messen Sie Erfolge, optimieren Sie danach und wachsen Sie zusammen.

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