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3 grundlegende Tipps für mehr Reichweite bei Facebook

Andy Abel, 20.09.18 11:00

Bitte stellen Sie sich folgendes vor: Ihre Firma hat eine Facebook-Seite – mit mehreren Fans und Followern, die Ihnen und Ihrer Marke folgen. Dennoch sind sie nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Denn die Reichweite Ihrer Postings und die Interaktion sind nicht hoch, zudem fehlen Ihnen die Kapazitäten, professionelle Inhalte zu produzieren und zu verbreiten. Oder Sie geben mehr Geld aus, als es Ihnen recht ist, um Ihre Reichweiten-Ziele zu erreichen.

Hier stellt man sich zurecht die Frage: Inwiefern lässt sich das Potential von sozialen Medien für Sie und Ihre Zielgruppe ausschöpfen?

Dazu sollte man sich zunächst ein paar Statistiken vergegenwärtigen:

  • 40 Prozent aller Facebook-Nutzer – und damit ein Teil Ihrer potentiellen Kunden – haben durchschnittlich 0 bis 200 Freunde.
  • 38 Prozent haben im Schnitt 200 bis 500 Freunde und
  • 22 Prozent mehr als 500 Freunde.

Ein Facebook-Nutzer folgt im Schnitt gleichzeitig zwischen 30 und 70 Marken, also Fanprofilen und Markenseiten. Nach Facebook-Angaben öffnen 25 Prozent der Nutzer in Deutschland täglich die Facebook-App und 7 Prozent lesen die Seite mehrmals die Woche.

Unternehmen, die auf Ihrer Facebook-Seite posten, konkurrieren hier mit Hunderten Nachrichten anderen Firmen, Fan-Seiten, Freunde, Star-Profile und Gruppen – zur gleichen Zeit, zumeist auf einem kleinen Handy-Bildschirm.

Lassen Sie uns die oben genannten Statistiken vor der zentrale Frage betrachten: Wie schaffe ich es, in exakt dieses Zeitfenster zu schlüpfen, in dem mein Kunde bei Facebook reinschaut und die Konkurrenz durch andere Postings nicht zu hoch ist. Und wie schaffe ich es, dass meine Zielgruppe meinen Inhalt wahrnimmt? Schließlich bleiben nur rund 0,9 Sekunden, in denen ein Nutzer entscheidet, ob er eine Botschaft interessant findet.

Die gute Nachricht lautet: Es ist möglich! Mit ein paar Kniffen können Sie für genau die Personen sichtbar sein, die Sie auch erreichen möchten.

Tipps für mehr Reichweite bei Facebook

© pixabay

3 Tipps für mehr Reichweite und eine höhere Interaktion

Tipp 1: Content-Vielfalt

„Content ist King“. Soll heißen: Der erste und wichtigste Punkt ist der Inhalt Ihrer Postings. Schaffen Sie Abwechslung auf Ihrer Seite. Sprechen Sie nicht nur über Rabatte und Produkte, sondern lassen Sie Ihren Kunden an Ihrem Unternehmen, an Ihrer Marke, an Ihnen teilhaben. Wünschen Sie einen schönen Feiertag, machen Sie Bilder von Ihrem Betriebsfest, posten Sie Fotos von Ausflügen oder Spendenaktionen. So erzeugen Sie Nähe und Sympathien – und machen klar, dass Ihre Firma mehr ist als nur ein Produkt.

„Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“. Da Sie wissen, was ihre Kunden wollen, sollten Sie auch Inhalte bieten, die sie wirklich interessieren. Kommunizieren Sie deshalb ehrlich, authentisch und auf Augenhöhe – gerade in den sozialen Medien. Denn dort, wo Sie die Möglichkeit haben, einen Dialog mit Kunden zu beginnen, sollten Sie höchsten Respekt vermitteln.

An dieser Stelle eine kleine Notiz über Inhaltsformate: Video-Botschaften lösen die meisten Interaktion aus, obwohl diese weniger als 4 Prozent von allen geteilten Inhalten ausmachen. Auf Rang zwei folgt das Bild, danach erst kommen reine Textinhalte.

Tipp 2: Posting-Frequenz

Angenommen es ist Februar und ihr aktuellstes Facebook-Beitrag lautet: „Frohe Weihnachten“, stimmt offenbar etwas in Ihrem Redaktionsplan nicht. Der zweite Punkt, den Sie beachten sollten, ist also die Frequenz Ihrer Postings. Schaffen Sie Inhalte für mindestens zwei bis drei Postings pro Woche. Optimalerweise haben Sie einen Inhalt für jeden Tag.

Je häufiger Sie posten, desto eher binden Sie Kunden und schaffen Interaktion. Damit signalisieren Sie auch dem Facebook-Algorithmus, dass Ihre Seite aktiv ist. Denn ebenso wie Google inaktive Webseiten im Suchmaschinen-Ranking abstraft, bewertet Facebook aktive Profile besser als solche, die selten und unregelmäßig Inhalte produzieren.

Wenn Ihnen im Unternehmen die Kapazitäten fehlen, lassen Sie sich am besten von externen Dienstleistern unterstützen, die Ihnen diese Arbeit professionell abnehmen – und mit denen Sie Inhalte nur noch abstimmen müssen.

Tipp 3: Aussteuern von Zielgruppen

Nehmen wir an, Sie sind ein Fan des Fußballclubs Borussia Dortmund. Dennoch wird Ihnen permanent Werbung des Konkurrenzvereins FC Bayern München angezeigt. So ähnlich geht es ihren Zielgruppen auch: Geben Sie deswegen nur Geld für die potentiellen Kunden unter den Nutzern aus, die das Potenzial und den Wille haben, Kunden zu werden. Weil 40 Prozent aller Nutzer keinen Unternehmen oder Marken bei Facebook folgen – also weder Ihnen noch anderen –, lautet die Frage: Inwiefern sind diese Nutzer trotzdem zu erreichen?

Die Antwort ist der dritte Tipp: durch zielgruppengesteuerte, bezahlte Anzeigen-Postings.

Hier können Sie bereits mit einem Budget im niedrigen Euro-und-Cent-Bereich definieren, welche Kunden Sie erreichen möchten. Außerdem können sie die Art der weiterführenden Kommunikation wählen, sprich wie Ihre Zielgruppen mit Ihrem Inhalt/Posting interagieren sollen: Lediglich anschauen oder teilen/kommentieren, auf einen weiterführenden Link klicken, auf eine Produkt- oder Karriereseite gelangen – oder ein einfaches „Gefällt mir“ dalassen. Sie bestimmen!

Wenn sie tolle Inhalte mit der richtigen Frequenz zu den richtigen Uhrzeiten posten, haben Sie sehr viel richtig gemacht, was sich normalerweise in der guten organischen Reichweite zeigt. Doch bleibt Potenzial ungenutzt: Wenn Sie diese Inhalte als bezahlte Postings aussteuern, können Sie noch zielgenauer und damit günstiger noch mehr potentielle Kunden erreichen 

Die Aussteuerung Ihrer Inhalte können Sie mittels eines Redaktionsplanungs-Tools, dem Facebook-Business-Manager, selbst machen – andernfalls zeigen wir Ihnen gerne, wie die Aussteuerung genau funktioniert.

Fazit:

Qualitätsvolle Inhalte, die Frequenz des Postens von Inhalten und eine entsprechende Zielgruppen-Aussteuerung sind die drei Grundsäulen für eine erfolgreiche Reichweite im größten und relevantesten sozialen Medium Facebook. Alle drei Elemente sind gleich wichtig, und nur im Zusammenspiel aller drei macht Facebook-Marketing Sinn.

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