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Bewerbung in digitalen Zeiten - was bedeutet das?

Maren Deringer-Littau, ALPHA-TEST GmbH, 16.12.20 10:00

Immer häufiger werden klassische Bewerbungsabläufe wie die Anzeige in der Zeitung, die Bewerbungsmappe per Post oder das persönliche Gespräch durch digitale Abläufe ersetzt. Das kann bedeuten, dass die Bewerber*innen ihre Unterlagen wie etwa Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse als Anhänge zu einem Formular auf der Homepage des Unternehmens hochladen. Oder dass sie diese zumindest als E-Mail-Anhang senden. Beides erleichtert der Personalabteilung den Ablauf eines Bewerbungsverfahrens deutlich und ist kostengünstiger. Weniger Kosten haben aber auch die Bewerber*innen: keine Ausdrucke oder Kopien mehr, kein Porto, das es zu bezahlen gilt.

Gerade bei größeren Unternehmen oder öffentlichen Arbeitgebern schließt sich oftmals ein Eignungstest an, der aus für den Beruf oder die Stelle relevanten Tests besteht. Wer die Tests bestanden hat, kommt dann vermutlich in die Phase des Bewerbungsgesprächs, das heutzutage auch gern digital in unterschiedlichen Varianten geführt wird.

Aber der Reihe nach:

Muss ich bei digitalen Bewerbungsunterlagen wirklich sorgfältig sein?

Die Frage lässt sich mit einem klaren JA beantworten. Man darf sich von dem teilweise lockeren Umgangston im Internet und in den sozialen Medien nicht dazu verführen lassen, diese Lockerheit bei der Ausdrucksweise oder der Ausarbeitung der Unterlagen zu übernehmen.

Eine Online-Bewerbung ist nur eine andere „Technik“ der Bewerbung, sie muss aber genauso sorgfältig erstellt werden wie die klassische Bewerbung. Eine Bewerbung ist immer – egal, ob digital oder klassisch – der erste Eindruck, den ein Unternehmen von Bewerber*innen bekommt. Das bedeutet in Kurzform, dass beispielsweise das Motivationsschreiben äußerlich ebenso ordentlich und die formalen Kriterien erfüllend formatiert sein muss, wie sonst auch. Und dass der Inhalt ebenso korrekt, auf die Stelle oder den Beruf bezogen, formuliert und überdacht sein will, wie sonst auch. Und mit korrekt sind auch die Rechtschreibung und die Wortwahl gemeint.

So wie es bei der klassischen Bewerbung eine Reihenfolge der Bewerbungsunterlagen gibt, gibt es die auch in der digitalen Variante. Einfach und gut zu erreichen ist das etwa so: 01_Name_Motivationsschreiben, 02_Name_Lebenslauf, … Oder indem man sie in der korrekten Reihenfolge in einer Datei, meistens im PDF-Format, zusammenfügt. Die Dateigröße darf hier aber auch nicht außer Acht gelassen werden.

Bewerbung in digitalen Zeiten - was  bedeutet das?Foto: Pixabay

Ist der nächste Schritt dann immer ein Online-Eignungstest?

Nach einer kurzen Sichtung der Unterlagen versenden Organisationen immer häufiger E-Mail-Einladungen zu Eignungstests. Bisher wurden diese Tests häufig vor Ort durchgeführt, verbunden mit einem hohen zeitlichen und logistischen Aufwand. Wenn dann noch Gruppenaufgaben, Einzelvorträge und Einzelinterviews durchgeführt werden sollen, ist mindestens ein Tag gefüllt. Sehr viel einfacher sind Tests via Internet, wie sie beispielsweise von der Alpha-Test GmbH, Pionierin im Bereich der Online-Assessments, angeboten werden.

Die Einladungen an die Kandidat*innen versendet die Organisation direkt. Darin sind ein Link sowie ein persönliches Zugangspasswort enthalten, deren Gültigkeit in der Regel zeitlich begrenzt ist, oft sind es zwei Wochen. Dann steht der Durchführung des Tests beziehungsweise der Testbatterie (so der Fachbegriff für mehrere zusammengefügte Tests) nichts mehr im Wege.

Dabei sollte aber folgende Voraussetzungen beachtet werden:

  • Stabile Internetverbindung sicherstellen
  • Test besser mit einem Tablet oder PC absolvieren und nicht auf dem Handy, das macht es unnötig kompliziert und verringert die Chancen

Aber natürlich geht das auch auf dem Smartphone, wie man hier beispielhaft sehen kann:

Alpha-Test - Bewerbung in digitalen Zeiten

Wer sich im Hinblick auf Testprozedere unsicher ist, macht sich vorher im Internet schlau und stöbert nach Probe- oder Übungstests, die zahlreich zu finden sind. Der Vorteil davon ist, dass man das Handling auch gleich üben kann und im Ernstfall ein möglicher Stressfaktor wegfällt.

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Und wenn der Test erfolgreich bestanden ist?

Ist der Test bestanden, kann es ganz unterschiedlich weitergehen. Entweder erfolgt eine Einladung zum klassischen Bewerbungsgespräch vor Ort. Oder – auch das wird immer häufiger und durch die Pandemie beschleunigt – es erfolgt eine Einladung zu einem digitalen Bewerbungsverfahren. Auch hier gibt es ganz unterschiedliche Varianten: ein „normales“ Bewerbungsgespräch nur digital als Videokonferenz oder ein mehr oder weniger langes, digitales Assessment Center (AC) mit unterschiedlichen Aufgaben.

Wobei in der digitalen Variante in der Regel Übungen wie Gruppendiskussion oder Fallstudien wegfallen. Sehr gut machbar sind aber die Selbstpräsentation beziehungsweise persönliche Vorstellung, ein Rollenspiel oder ein fachlicher Kurzvortrag mit Instruktion und Vorbereitungszeit. Und nicht zu vergessen das eigentliche „Bewerbungsgespräch“, oft in Form eines strukturierten Interviews. Auch hier gilt: Die inhaltliche Vorbereitung auf ein digitales Bewerbungsgespräch oder ein AC muss mit derselben Sorgfalt erfolgen wie auf ein klassisches Bewerbungsverfahren. Dazu kommt die technische Seite: PC oder Notebook mit Kamera, Umgang mit einem Videokonferenz-Tool (wie MS Teams, Zoom, TeamViewer, …) sowie Setting (Raum, in dem die Videokonferenz vonstattengehen soll mit entsprechender Beleuchtung und Ruhe). Und nicht vergessen: Die Tatsache, dass ein Bewerbungsgespräch oder AC digital durchgeführt wird, bedeutet nicht, dass der Dresscode ein anderer ist als im klassischen Fall.

Gute Vorbereitung und Information helfen, die so ganz andere Situation gut zu überstehen, auch wenn es meist noch ungewohnt ist.

Verschiedene mögliche Varianten von Online-Assessments finden Sie hier: https://alpha-test.de/de/

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