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6 Tipps für bessere Social-Media-Werbeanzeigen

Christina Potje, 06.05.19 10:00

Werbeanzeigen in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram sind eine bemerkenswerte Möglichkeit, Werbeinhalte zielgerichtet und streuverlustarm zu verbreiten. Die vielfältigen Möglichkeiten zur Zielgruppenerstellung und Anzeigengestaltung machen Social Media Advertising zu einer lukrativen Werbeform – doch selbstverständlich nur dann, wenn man einige Tipps und Tricks beachtet.

1. Inspiration und Kreativität

Zeit ist Geld, so viel ist sicher. Doch bei der Entwicklung von Social Media Ads macht es Sinn, sich erstmal einmal Zeit zu nehmen, um kreativ zu werden. Brainstormen, Ideen spinnen und nachdenken. Um was geht es in meiner Kampagne? Was möchte ich kommunizieren? Und was möchte ich am Ende erreichen? Sichten Sie erst einmal alle Materialien und Informationen, die Ihnen bereits vorliegen. Und denken Sie intensiv über die Kampagne nach. Skizzieren Sie deren Aufbau und fixieren Sie erste Ideen für Inhalte. Es ist ebenfalls hilfreich, sich Werbeanzeigen anderer Anbieter und der Konkurrenz anzuschauen. Entdecken Sie verschiedene Inhalte und entscheiden Sie, was Sie anspricht und zum Interagieren einlädt.

Tipps für bessere Social Media Werbeanzeigen© Will Francis / Unsplash.com

2. Zielgruppe identifizieren

Je besser Sie Ihre Zielgruppe kennen, desto genauer können Sie Ihre Werbeanzeigen auf diese abstimmen, um tolle Ergebnisse zu erzielen. Neben den Grundeinstellungen wie Alter und regionalem Standort können auch Interessen oder Verhaltensweisen angegeben werden. Wichtig hierbei ist es, diese Angaben gewissenhaft einzustellen, um die Zielgruppe pfeilgenau zu treffen. Wird zum Beispiel die Eröffnung eines neuen Kickbox-Studios beworben, sollte als Interesse auch ganz klar „Kickboxen“ angegeben werden und nicht nur allgemein „Sport“.

Wenn Sie bisher noch keinen Blick in die Zielgruppenstatistik Ihrer Seite geworfen haben, sollten Sie das auf jeden Fall jetzt tun. Mit den dort abgebildeten Daten können Sie Ihr Publikum deutlich besser verstehen – und können Werbeanzeigen optimal auf die Zielgruppe zuschneiden. Der Facebook-Pixel ist ebenfalls ein effektives Tool, um Zielgruppen zu erreichen. Über sogenannte Custom- oder Lookalike-Audiences können zum Beispiel Webseitenbesucher noch einmal spezifisch angesprochen werden.

Quelle: Zielgruppenstatistiken im Facebook-Werbeanzeigenmanager

Tipp: Gestalten Sie bei ausreichend Zeit und Budget zunächst einmal die Zielgruppe etwas offener, das heißt: Wählen Sie zum Beispiel beim Alter erst einmal einen größeren Rahmen aus. Nach ungefähr 48 Stunden können Sie sich anschauen, welche Altersgruppe wie reagiert. Daraus können Sie lernen und dementsprechend optimieren.

3. Platzierung auswählen 

Es gibt zahlreiche Platzierungsmöglichkeiten für Werbeanzeigen in den sozialen Netzwerken. Dazu gehören die Endgeräte Desktop (Computer) und Mobil (Smartphone). Anzeigen sehen am stationären Computer anders aus als auf dem Smartphone. Das muss beim Erstellen der Anzeigen unbedingt beachtet werden. Machen Sie sich vorher Gedanken, wann und wie Sie Ihre Zielgruppe ansprechen möchten. Ein Beispiel: Sie promoten Ihre neue App und möchten App-Downloads generieren. Werbeanzeigen machen in der Desktop-Variante nur wenig Sinn, weil Apps für Smartphones bestimmt sind, also sollten sie nur mobil ausgespielt werden. Auch die Platzierung innerhalb der sozialen Medien ist ausschlaggebend für den Kampagnenerfolg. Tipp: Erstellen Sie für jede Platzierung eigene Werbeanzeigen, um auf einen Blick zu erkennen, welche Platzierung am besten funktioniert.  

4. Auswahl von Bild- und Videomaterial 

Was ist der wichtigste Faktor einer gut funktionierenden Social-Media-Werbeanzeige? Emotionen in Kombination mit ansprechendem Bild- oder Videomaterial? Einfacher gesagt als getan? Scrollen Sie bei der Auswahl von Kampagnenmotiven einfach mal durch die zur Verfügung stehenden Bilder. Dann beobachten Sie, wo Ihr Auge hängen bleibt, was Sie anspricht. Treffen Sie so eine erste Auswahl und besprechen diese noch einmal mit Kollegen oder Freunden. Grundsätzlich sollte man mit einem Blick auf das Bildmotiv erkennen, um was es in der Werbeanzeige geht. Beim Bildmaterial kann auch die Farbgebung ein entscheidender Punkt sein. Geht es in Ihren Anzeigen zum Beispiel um eine Versicherung, die Vertrauen und Sicherheit ausstrahlen soll, müssen Sie darauf achten, dass die Farbtöne im Bild eher in Richtung der seriösen Farben Grau und Blau gehen. Werbeanzeigen für ein Lifestyle-Produkt können auch Rot, Lila und Orange dominieren; Farben, die für Entertainment, Aufmerksamkeit, Kreativität und Optimismus stehen.

Um aufzufallen zwischen Tausenden Inhalten, die Nutzer sozialer Medien täglich konsumieren, empfiehlt sich der Rückgriff auf kontrastreiche Bilder. Die folgende Grafik zeigt, welche Farben für welche Emotionen beim Menschen stehen. Die Farbwahl vieler bekannter Logos ist mit diesem Wissen besser nachvollziehbar.

Bildergebnis für color emotion guide

Quelle: https://visual.ly/community/infographic/business/color-emotion-guide

Möchten Sie Männer und Frauen in den Anzeigen spezifisch ansprechen, empfiehlt es sich, mit Klischees zu spielen. Geht es beispielsweise in Ihren Anzeigen um einen Freizeitpark, werden Frauen möglicherweise von glücklichen, lachenden Kindern angesprochen, während Männer sich für ein actiongeladenes Motiv mit einer Achterbahn interessieren.

5. Starke Headline bauen

Die Headline, also der Titel der Werbeanzeige, ist einer der größten Hebel für den Erfolg einer Social-Media-Kampagne. Sie muss neugierig machen und dem User auf einen Blick klarmachen, um was es geht, ohne zu viel zu verraten.

Besondere Schlüsselwörter wie zum Beispiel „gratis“, „revolutionär“ oder „exklusiv“ tragen ebenfalls maßgeblich zum Erfolg der Anzeigen bei. Wichtig ist es hierbei jedoch, dass die Headline nichts verspricht, was im Nachhinein nicht gehalten werden kann. Ist ein Produkt nicht „neu“, dann sollte es auch nicht so betitelt werden. Denn kein User möchte in die Irre geführt werden. Andererseits kann ein kleines bisschen Stress Wunder bewirken. Ist ein Angebot zum Beispiel „nur für kurze Zeit“ verfügbar, weckt das möglicherweise die Begehrlichkeit beim User und lädt ihn zur Interaktion ein.

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6. Analyse & Optimierung

Wurden alle bisher genannten Punkte erfolgreich umgesetzt und die Kampagne korrekt eingeplant, kann es losgehen. Wichtig ist nun, die Werbeanzeigen nicht einfach sich selbst zu überlassen und am Ende gespannt auf das Ergebnis zu warten. Sie haben den Erfolg der Kampagne in der Hand! Nach 24 bis 48 Stunden (oder mehr als tausend erreichten Personen) können erste Aussagen über den Erfolg der Kampagne getroffen werden.

Sehen Sie sich die bisher erzielten Ergebnisse und die Kosten pro Ergebnis an. Gibt es Anzeigen, die deutlich teurer sind als andere? Dann können diese schon abgeschaltet werden. Wie in Punkt 2 angesprochen, kann die Alterszielgruppe zunächst offener gestaltet werden, um zu überprüfen, wer auf die Anzeige reagiert.

Ebenso kann dies bei der Aufschlüsselung nach Geschlecht der Fall sein. Kristallisiert sich nach der ersten Laufzeit der Anzeigen heraus, dass besonders Frauen im Alter von 25 bis 44 stark interagieren, empfiehlt es sich, einen Teil des Budgets besonders auf diese Zielgruppe zu verwenden.

Fazit

Zu guter Letzt noch die Empfehlung, sich bei der Gestaltung von Social-Media-Werbeanzeigen am „KISS-Prinzip“ zu orientieren. „Keep it short and simple“, zu Deutsch „Halte es kurz und einfach“. Verzichten Sie bei der Gestaltung von Social Media Ads auf zu viele Worte. Kommunizieren Sie nur, was für Ihre Zielgruppe und das zu bewerbende Produkt wirklich interessant ist. Verraten Sie aber nicht zu viel – und wecken Sie so das Interesse der User.

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