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5 Dinge, die Sie bei Ihrer Influencer-Kampagne vermeiden sollten

Michael Merx, 27.05.19 10:00

 

Lena Meyer-Landrut hat Ärger mit ihren Fans, weil sie für das umstrittene Modelabel H&M als Influencerin wirbt. Die schlecht, weil platt produzierte Coral-Werbung mit Influencern ist auch zwei Jahre später noch immer Kult, weil sie so schlecht war. Und auch „Die Lochis“ haben es nicht geschafft, den Sparkassen ein jüngeres Image zu verpassen oder nachhaltig in jüngeren Zielgruppen zu punkten.

Im Influencer Marketing, das sich auch in Deutschland hoher Beliebtheit erfreut, scheinen viele Unternehmen den Return on Invest (ROI) ihrer Maßnahmen nicht zu messen. Eine weitere Problematik im Influencer Marketing sind steigende Zahlen von Fake-Followern und Fake-Profilen bei Instagram und YouTube. Außerdem wird nach wie vor das Potential im Influencer Marketing nur unzureichend ausgeschöpft, da meist nur die Kanäle YouTube und Instagram beachtet werden. Weitere Kanäle wie Podcasts, Blogs, E-Mail-Newsletter oder Facebook-Gruppen werden im Influencer Marketing häufig nicht einbezogen. Deshalb zeigen wir Ihnen heute fünf Dinge, die Sie bei Ihrer Influencer-Kampagne besser vermeiden sollten.

5 Influencer-Fehler© Eli DeFaria on Unsplash

1. Sie investieren zu wenig Zeit

Arbeiten Sie sich in die Materie ein, ohne diesen Aufwand wird es nicht funktionieren. Sie werden diese Zeit im Vorfeld einer Kampagne benötigen, um den richtigen Influencer für Ihre Marke zu finden. Stellen Sie folgende Fragen: Wie oft hat der Influencer schon Produkte beworben, beispielsweise aus meinem Konkurrenzumfeld? Ist der Influencer schon mit Sponsored Posts überladen? Ist das, was er macht, glaubwürdig und authentisch auch für mich und meine Produkte? Passen Ansprache und Inhalte und die dazugehörige Fanbase des Influencers überhaupt zu meiner Marke? Habe ich es mit einem „echten“ Influencer zu tun? Kauft sich dieser Influencer seine Follower und Likes, oder ist er organisch gewachsen? Nur wenn sie diese Fragen richtig angehen, werden sie die Chance auf Erfolg haben.

2. Sie kennen die Zahlen nicht

Wenn Sie die Zahlen nicht kennen, wird es schwierig, den ROI richtig zu beurteilen und die Frage zu beantworten, ob das Honorar für den Influencer sinnvoll eingesetzt ist. Wer die Engagement- und Conversionrates nicht im Griff hat, wird es immer schwer haben, seine Ziele zu erreichen. Diese können sein: Steigerung der Markenbekanntheit, mehr Newsletter-Anmeldungen, mehr App-Downloads oder mehr Abverkäufe im Online-Shop. Wenn Sie hier ihre Ziele nicht erreichen, dann stimmt schon vorher in der Wirkungs-Analyse vieles nicht. Für die Messung des ROI Ihres Influencer-Marketings gilt generell: Nur durch die Kombination verschiedener Parameter lässt sich der ROI festlegen. Analysieren Sie die Aktivitäten Ihrer Kampagne und setzen Sie die Social Data immer mit den Sales-Metriken in Relation. Dazu gehören beispielsweise:

  • Volumen an Neukunden
  • Anzahl der Transaktionen pro Kunde
  • Umsatz pro Transaktion
  • Konversionsraten
  • Anzahl der Leads
  • Cost per Lead
  • Leadquelle(n)

3. Ihre Vorgaben sind zu strikt

Wenn Sie dem Influencer ein vorgefertigtes Bild des Ergebnisses einer Agenda gleich vorlegen, werden sie mit den Ergebnissen nicht zufrieden sein. Ja, es kann sogar sein, dass sich negative Effekte einstellen. Der Influencer wird sich von Ihnen eventuell sogar Kritik anhören müssen, weil es nicht funktioniert hat. Schlechter Output bewirkt eine sinkende Authentizität, sehr wahrscheinlich für beide, für Auftraggeber und Influencer. Durch strikte Vorgaben entsteht keine wirkliche Bindung zu dem Produkt und es entsteht liebloser Content: Das Gegenteil dessen, was Sie brauchen.

4. Sie machen gar keine Vorgaben

Auch das ist ein möglicher Fehler, den Sie vermeiden sollten. Schlimmstenfalls entstehen Inhalte, die mit Ihrer Marke nicht konform sind. Der Influencer soll und muss intensiv in Ihre Markenwelt eingeführt werden, er muss sie kennen, um es seinen Followern und Fans glaubwürdig vermitteln zu können.

5. Sie haben kein Vertrauen

Wenn Sie kein Vertrauen in die Fähigkeiten des Influencers haben, wird es schwierig. Vergessen Sie nicht, dass er lange, mit viel Aufwand, Schweiß, Blut und Tränen seine Community aufgebaut hat. Er weiß im Zweifel ganz genau, was auf seiner Plattform funktioniert und was nicht. Er kann Sie dabei unterstützen, wenn es darum geht, qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen, denn nur darauf kommt es an. Qualität vor Quantität. Vertrauen Sie darauf, dass der Influencer seine Fans kennt. Wenn es optimal läuft, lehnt der Influencer vielleicht sogar eine Zusammenarbeit mit Ihnen ab, weil er weiß, dass es nicht passt und deshalb keine Wirkung erzielt werden kann.

Nicht immer passen Unternehmen und Influencer zusammen: Zielgruppen und Social-Media-Fans müssen übereinstimmen. Warum der Verzicht auf Kooperation manchmal das Beste ist.

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