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10 Tipps für ein perfektes Influencer Briefing

Johannes Beitien, 29.07.19 10:04

Die Zeiten „absoluter Freiheit“ im Influencer-Marketing sind vorbei. Detaillierte Briefings gehören mittlerweile zum guten Ton einer professionellen Zusammenarbeit mit Influencern. Schaut man hinter die Fassade von schlechten Kampagnen-Ergebnissen, kommt häufig heraus, dass Unternehmen oder Agenturen die Influencer nicht ausreichend gebrieft haben.

Die Kunst ist es, dass sich Vorgaben und kreative Freiheit die Waage halten. Zu viele Vorgaben zerstören die Glaubwürdigkeit – und enden nicht selten in einem Desaster. Das Influencer-Briefing ist ein wichtiger Teil jeder Influencer-Marketing-Kampagne. Das Briefing versorgt den Influencer mit allen wichtigen Informationen und stellt sicher, dass der gewählte Influencer auch zu den Marken-Werten Ihres Unternehmens passt.  

Auch wenn das Briefing über Erfolg und Misserfolg Ihrer Influencer-Marketing-Kampagne entscheidet, ist es keine Raketenwissenschaft. Haben Sie es einmal gemeistert, ist es einfach zu wiederholen. Im Folgenden möchte ich Ihnen in 10 Punkten aufzeigen, was Ihr Briefing zum Erfolg beinhalten sollte.

10 Tipps für ein perfektes Influencer Briefing

Bildquelle: Unsplash / bruce mars

 #1 Welchen Mehrwert bietet Ihre Kampagne dem Influencer?

Hiermit ist nicht das Honorar gemeint, das Sie offerieren. Warum sollte der Influencer mit Ihnen zusammenarbeiten? Welchen Nutzen bieten Sie ihm und seiner Community? Influencer werden mit Anfragen überhäuft, und daher sollten Sie Ihren Mehrwert klar und deutlich formulieren. Wählen Sie eine eindeutige Sprache und heben Sie die wichtigsten Punkt durch die Formatierung Ihres Dokuments hervor.  

#2 Bilder machen den Unterschied …

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte. Zeigen Sie dem Influencer, wie es ist, mit Ihnen zu arbeiten, zum Beispiel anhand von Bildern auf Ihrer Website, vorherigen Kampagnen oder einem Mood Board. Helfen Sie dem Influencer bei der Visualisierung der Zusammenarbeit. Zum Beispiel könnten Sie aufzeigen, was für eine Stilistik oder Szenerie Sie sich wünschen.

#3 Geben Sie Hintergrundinformationen zu Ihrer Marke

Was sollte der Influencer wissen, wenn er noch nie von Ihrer Marke, Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung gehört hat? Was sind Ihre Markenwerte? Welche Mission verfolgen Sie? Gerade auf Basis der Markenwerte entscheiden Influencer, ob eine Kooperation für sie infrage kommt.

#4: Produkt-Details

Erklären Sie dem Influencer das Produkt oder die Dienstleistung, die promotet werden soll. Helfen Sie ihm, ein Verständnis aufzubauen.

Influencer Briefing - Produktdetails

Bildquelle: Unsplash / Gabrielle Henderson

#5 Erläutern Sie Ihre Kampagne

Sie kennen Ihre Kampagne besser als jeder andere, daher sollte Ihnen dieser Teil besonders leicht fallen. Geben Sie dem Influencer Kontext: Teilen Sie ihm Ihre Kampagnenziele und die Kernbotschaft mit, die verbreitet werden soll. Erläutern Sie ihm, welche Zielgruppe Sie erreichen wollen. Wenn Sie einen Mix aus Influencer-Marketing und Offline-Kanälen umsetzen, zum Beispiel Radio und Out-of-Home, lassen Sie es den Influencer an dieser Stelle wissen.

Denken Sie bei der Formulierung immer daran, dass Influencer in der Regel keine Marketingprofis sind. Versuchen Sie Buzzwords und Fachausdrücke so gut es geht zu vermeiden. Liefern Sie vielmehr einen allgemeinen Überblick – und  beschränken Sie sich auf das Wesentliche! 

#6 Was sind Ihre Erwartungen?

Es ist wichtig klarzustellen, was Sie von der Kooperation erwarten. Sie können Missverständnisse in der Zusammenarbeit nur vermeiden, wenn Sie Ihre Erwartung eindeutig formulieren. Gerade wenn Sie eine längere Partnerschaft eingehen möchten, führt Klarheit zu besseren Ergebnissen und einer nachhaltigen Zusammenarbeit. 

#7 Die kreativen Rahmenbedingungen

Versorgen Sie den Influencer an dieser Stelle mit allen Informationen, die er braucht, um seine Inhalte zu produzieren. Hier können Bilder hilfreich sein (siehe Punkt #2: Bilder machen den Unterschied…). Beantworten Sie die W-Fragen: Was, wo, warum ... Wann soll der Post veröffentlicht werden? Welche Hashtags müssen benutzt werden? Auch hier gilt: Lassen Sie keinen Raum für falsche Interpretationen. Aber: Schränken Sie den kreativen Spielraum des Influencers nicht zu stark ein.

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#8 Dos and Don'ts

Beim Formulieren einer Dos-and-Don'ts-Liste kann man nicht vorsichtig genug sein. Nehmen Sie sich an dieser Stelle genug Zeit. Sollen zum Beispiel bestimmte Wörter nicht verwendet oder Themen auf keinen Fall erwähnt werden? Lassen Sie bei den folgenden Kampagnen die Erfahrungen aus den vorangegangen Kampagnen mit einfließen.

#9 Deadlines kommunizieren

Mit Hilfe der Deadlines stellen Sie sicher, dass Ihr Ablaufplan am Ende aufgeht. Wenn Sie die Deadlines mit dem Briefing übermitteln, kann sich der Influencer rechtzeitig melden. Sollte er zeitliche Probleme bekommen, kann er seine eigene Planung anpassen, um die Deadlines halten zu können.

Influencer Briefing - Deadlines kommunizieren

Bildquelle: Unsplash / Malvestida Magazine

#10 Richtlinien und Honorar

Um Ihr Influencer-Briefing zu vervollständigen, erwähnen Sie abschließend, an welche Regeln sich der Influencer halten muss. Geben Sie das Honorar und die Zahlungsmodalitäten an. Erläutern Sie, wie der Influencer den Content zur Verfügung stellen darf. Wollen Sie die Inhalte vorab freigeben, bevor sie veröffentlicht werden, dann müssen Sie dies äußern. Bedenken Sie an dieser Stelle immer, dass Authentizität und Glaubwürdigkeit das wichtigste Erfolgskriterium für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sind.

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